Die Forschungsgruppe ›Archäologie der römischen Provinzen im lateinischen Westen‹ untersucht die anthropogen verursachten Veränderungen des Siedlungswesens und der Bevölkerungsstrukturen im Westen des Imperium Romanum. Durch die Analyse von städtischen und ländlichen Siedlungen, Gräberfeldern und der kontextuellen Auswertung von archäologischen Artefakten soll – über unterschiedliche Beobachtungszeiträume angelegt – ein modifiziertes Bild der Bevölkerung in ihrem Verhältnis zum Siedlungs- und Wirtschaftsraum entwickelt werden. Berücksichtigt werden Fragen nach der kulturellen Homogenität und dem Auflösen kultureller Grenzen unter dem Einfluss politischer, ökosozialer und demografischer Umbrüche.