Im Dezember 2025 wurde das Projekt »ARTHA (French-Austrian ARchaeoTHAnatology Network)« (PI: C. Partiot) vom OeAD – Agentur für Bildung und Internationalisierung sowie dem französischen Hubert-Curien-Programm (PHC) Amadeus ausgewählt. Das Projekt vereint Institutionen im binationalen Rahmen. Das Österreichische Archäologische Institut (ÖAI) und die Archscience-Einheit bilden die österreichische Pilotstelle, eingebunden sind Mitglieder der RG Prehistoric Phenomena sowie der RG Prehistoric Identities. Auf österreichischer Seite sind die Partnerinstitutionen die Universität Wien, das Naturhistorische Museum Wien und die Universität Graz. Auf französischer Seite wird das Projekt vom Labor CNRS UMR 7206 Ecoanthropology (Paris, Frankreich) geleitet, in Zusammenarbeit mit dem Rettungsgrabungsunternehmen EVEHA, dem CNRS UMR 5199 PACEA (Bordeaux, Frankreich) und dem CNRS UMR 7268 ADES (Marseille, Frankreich).
Ziel des ARTHA-Projekts ist der Aufbau eines kooperativen Forschungsnetzwerks zwischen Frankreich und Österreich, das darauf abzielt, die Archäothanatologie weiterzuentwickeln und anzupassen, indem internationale Wissenschaftler:innen und Feldforscher:innen aus unterschiedlichen Disziplinen einbezogen werden. Dieses gemeinsame Forschungsprojekt adressiert zwei Kernphasen archäothanatologischer Forschung: die Datenerfassung und Terminologieentwicklung einerseits sowie die Feldarbeit andererseits. Die Stärke des Projekts liegt in der Kombination einer theoretischen Phase, fokussiert auf die kollaborative Anpassung und Übersetzung von Protokollen und Terminologie ins Deutsche, und einer praktischen Anwendungsphase, in der Nachwuchsforscher:innen die entwickelten Werkzeuge unter realen Ausgrabungsbedingungen an zwei archäologischen Fundstellen in Frankreich und Österreich testen werden.
2026-2027