Caroline Partiot

Caroline Partiot
- Postdoktorandin
- Archaeological Sciences – Bioarcharchaeology Lab
- +43 1 51581-4149
- caroline.partiot(at)oeaw.ac.at
- Dominikanerbastei 16 | 1010 Wien
Kurzbiografie
Postdoktorandin am Österreichischen Archäologischen Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Bioarchaeology Lab, Archaeological Sciences); seit 2023 ist sie Leiterin des Anthropologischen Labors. Sie ist biologische Anthropologin und Bestattungsarchäologin und wurde in Bioarchäologie und Archäothanatologie an der Universität Bordeaux (Frankreich) sowie in Ägyptologie an der Sorbonne Université (Paris IV) ausgebildet.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Osteobiographie und den Bestattungspraktiken vergangener Populationen, mit besonderem Fokus auf der biologischen Variabilität und den Lebensverläufen von Kindern in diachroner Perspektive, von Neandertalern bis zu Homo sapiens. Ein besonderes Interesse gilt der Untersuchung frühkindlicher Belastungen (early-life adversity) mittels multiproxybasierter Analysen.
Sie koordiniert den bioanthropologischen Teil des Projekts ‚Diachrone Bevölkerungsstudien in der Mikroregion Südkärnten in den Jahrhunderten des Umbruchs – vom Binnen-Noricum bis Karantanien‘ sowie die archäoanthropologischen Analysen der Ausgrabungen in Ephesos.
Sie ist an zahlreichen internationalen Kooperationsprojekten beteiligt, darunter die archäothanatologische und osteologische Untersuchung von Brandbestattungen aus Urnen des Tophets von Salammbô in Karthago, Tunesien (Institut National du Patrimoine de Tunisie [INP] und École française de Rome [EFR]). Zudem war sie als Teammitglied und verantwortliche Anthropologin an Feldforschungen und Ausgrabungen aus unterschiedlichen chronologischen und geografischen Kontexten beteiligt, darunter mittelalterliches Frankreich, das antike Ägypten, das neolithische Sudan, das Bronzezeit Oman, die indigene Karibik sowie das byzantinische Ephesos.
Sie ist Mitglied des Vorstandes der Société d’Anthropologie de Paris, Mitglied des Herausgebergremiums des Journal de la Société d’Anthropologie de Paris sowie Gründerin des ARTHA-Netzwerks, einer Arbeitsgruppe zur Archäothanatologie in Mitteleuropa.
Forschungsprojekte
- Biologische Identitäten, Lebensverläufe und Bestattungspraktiken in Ephesos
- »Diachrone Bevölkerungsstudien in der Mikroregion Südkärnten in den Jahrhunderten des Umbruchs – ›vom Binnen-Noricum bis Karantanien‹«
- »Unveiling Neolithic Identities in the Balkans: Multiproxy Anthropological Insights from the Immature Remains from Svinjarička Čuka, Serbia«
- ARTHA – Französisches-Österreichisches ARchaeoTHAnatologie-Netzwerk
Forschungsschwerpunkte
- Osteobiographie von Populationen vom Paläolithikum bis in die Neuzeit
- Archäothanatologische Analysen und Bestattungspraktiken
- Mensch–Umwelt-Interaktionen
- Frühkindliche Belastungen (early-life adversity)
- Zahnhistologie
- CT- und µCT-Analysen
- Brandbestattungen
