Das Forschungsvorhaben widmet sich der systematischen Bearbeitung und Auswertung der antiken Fundmünzen aus dem Gebiet des heutigen Wiens (Vindobona und Umgebung) unter Berücksichtigung ihrer archäologischen Kontexte. Im Rahmen des an der ÖAW etablierten Langzeitprojekts »Fundmünzen der römischen Zeit in Österreich« (FMRÖ) wird in Kooperation mit der Stadtarchäologie Wien und dem Wien Museum eine Neubearbeitung des Bandes FMRÖ IX von 1978 durchgeführt.
Der Fokus liegt auf der Katalogisierung und Analyse sowohl neuer als auch älterer Funde sowie auf der Einbeziehung archivalischer Bestände der ÖAI-Fundmünzenkartei. Ziel ist eine kontextorientierte Untersuchung der diachronen Entwicklung des Geldumlaufs mit einem Schwerpunkt vom 2. Jhdt. n. Chr. bis zur Spätantike. Die Münzfunde werden dabei nach Siedlungskontexten (z. B. Legionslager, canabae legionis, zivile Siedlung und Umland) analysiert, um funktionale Unterschiede im Geldumlauf herauszuarbeiten. Ein überregionaler Vergleich mit anderen Legionslagern am Donaulimes wie Carnuntum oder Lauriacum bildet einen weiteren zentralen Bestandteil der Untersuchung.
Die Daten werden in die Datenbank dFMRÖ integriert und digital bereitgestellt. Zusätzlich wird die Einbindung der Münzdaten in das GIS-System der Stadt Wien erfolgen, wodurch sie auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
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