Forschungsbereich

Geschichte der Habsburgermonarchie


Im Zentrum der Forschungen steht die Frage nach Kohäsionskräften, welche die jahrhundertelange Existenz des habsburgischen Länderkomplexes ermöglichten und teilweise noch lange über seinen Zerfall hinauswirkten. Der zeitliche Rahmen umfasst die Geschichte der Monarchie seit dem 16. Jahrhundert und damit ihre Entwicklung von dynastisch verbundenen Territorien zu den Nationalstaaten des 20. Jahrhunderts. Kennzeichnend für alle hier angesiedelten Vorhaben ist die kritische Reflexion des Zusammenwirkens von Strukturen, Handlungsfeldern und Akteuren in der Entwicklung der Monarchie, von Integrations- und Desintegrationsfaktoren und deren Wandel. Bewusst wird am Forschungsbereich darauf hingearbeitet, das stark durch west- bzw. mitteleuropäische Befunde geprägte historische Bild Europas durch die Einbeziehung der gesamten Monarchie und deren Verbindungen nach Osten und Süden zu erweitern und zu differenzieren. Das Großvorhaben des Handbuches „Die Habsburgermonarchie 1848 bis 1918“, dessen letzte beide Bände derzeit am Forschungsbereich in Arbeit sind, hat dies für eine entscheidende Epoche bereits geleistet. Das aktuelle Forschungsspektrum ist gekennzeichnet von Themen und Zugängen, die sich einer „Neuen Politikgeschichte“ zuordnen lassen, wobei drei thematisch-methodische, inhaltlich miteinander verflochtene Schwerpunkte gesetzt werden:

 

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