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Yasir Yılmaz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsbereich Digitale Historiographie und Editionen.
Yasir Yılmaz ist Principal Researcher am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes (IHB) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seine Forschung verbindet die Geschichte der osmanisch-habsburgischen Beziehungen (1500–1918) mit der frühneuzeitlichen Diplomatie sowie der Geschichte von leitenden Ministern und Großwesiren im frühneuzeitlichen Eurasien. Als Mitarbeiter von QhoD, einem Digital-Humanities-Projekt zur Edition habsburgisch-osmanischer diplomatischer Quellen, liegt sein Forschungsschwerpunkt auf der Geschichte der osmanisch-habsburgischen Kontakte, insbesondere auf Informationsnetzwerken und Wissenstransfer zwischen den beiden Reichen über diplomatische Kanäle. Von September 2023 bis August 2026 leitete Yılmaz als Principal Investigator das vom FWF geförderte GraViz-Projekt, das die großwesirliche Korrespondenz zwischen Wien und Konstantinopel vom 16. bis zum 18. Jahrhundert untersuchte.
Yılmaz ist Initiator (2019) und gemeinsam mit Ercan Akyol Mitorganisator der jährlich am IHB in Wien stattfindenden Intensive Summer School on Comparative Habsburg–Ottoman Paleography. Die Sommerschule hat sich zu einem profilierten internationalen Programm für die Erforschung der habsburgisch-osmanischen Geschichte und Paläographie entwickelt.
Neben der regelmäßigen Veröffentlichung digitaler Quelleneditionen auf der QhoD-Plattform publiziert Yılmaz auch kontinuierlich in traditionellen wissenschaftlichen Formaten: Seine jüngsten peer-reviewten Publikationen erschienen unter anderem im Austrian History Yearbook (2026) und in der Review of Middle East Studies (2024). Hinzu kommen mehrere Buchbeiträge in englischer, türkischer und deutscher Sprache. Yılmaz arbeitet derzeit an zwei Buchprojekten. Das erste ist eine Monografie zur Diplomatiegeschichte der Zweiten Osmanischen Belagerung Wiens von 1683. Das zweite ist ein Sammelband über Großwesire und leitende Minister im frühneuzeitlichen Eurasien, der auf einer internationalen Konferenz basiert, die im Mai 2026 am IHB in Wien stattfand. Eine Übersicht seiner Publikationen mit Downloadmöglichkeiten findet sich hier.
Yılmaz absolvierte seinen MA unter der Betreuung von Halil İnalcık an der Bilkent University in Ankara, Türkiye (2008), und promovierte unter der Betreuung von Charles W. Ingrao an der Purdue University in West Lafayette, Indiana, USA (2015). Vor seinem Wechsel an das IHB war er Assistant Professor an der Palacký University in Olmütz, Tschechien (2016–2020), und Visiting Professor an der Universität Innsbruck (2019–2020).
Im Laufe seiner akademischen Laufbahn hat Yılmaz mehr als 30 Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Masterebene in den USA, Türkiye, Tschechien und Österreich abgehalten. Dazu zählen Vorlesungen, Übungen, und Seminare zur Geschichte des Osmanischen Reiches und der Habsburgermonarchie, zur Geschichte der Beziehungen zwischen Islam und Westen vom Aufstieg des Islam bis in die Gegenwart sowie zur Geschichte des Nahen Ostens.
Zeit: 1500-1918
Raum: Osmanisches Reich, Habsburgermonarchie
Themen: Diplomatiegeschichte, Verwaltungsgeschichte. Beziehung, Austausch und Kontakte zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich