Mag. Dr.

Katsiaryna Ackermann

katsiaryna.ackermann(at)oeaw.ac.at

Katsiaryna Ackermann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsbereich Balkanforschung.

Kurzbiografie


Studium der Anglistik, Germanistik, Romanistik mit Spezialisierung in historischer Linguistik und Computerlinguistik in Minsk, Abschluss mit Auszeichnung; Studium der Indoeuropäistik, Slawistik, Iranistik und Byzantinistik in Wien. Promotion 2011 mit summa cum laude. Die Dissertation zur Entwicklung des urslavischen Aoristsystems wurde mit dem Preis der indogermanischen Gesellschaft ausgezeichnet und erschien auf Einladung der Herausgeber in Brill’s Studies in Indo-European Languages and Linguistics.  Zwischen 2007 und 2016 Prae- und Postdoc-Assistentin am Institut für Sprachwissenschaft und Institut für Slawistik der Universität Wien. 2009-2010 wissenschaftliche Betreuung der Forschungsgruppe im vom BMWF ausgezeichneten „Sparkling science“-Projekt „Ich spreche, also bin ich“. Seit 2010 universitäre und parauniversitäre Unterrichts- und Prüftätigkeit im Bereich der slavischen und vergleichenden Sprach- und Kulturwissenschaft, sprach- und interkulturelles Training. 2011-2016 im Forschungsteam des RGNF-Projekts “Root Structure of the Indo-European”, an der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAS). Seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Linguistische Forschungen der RAS, St. Petersburg. Seit 2014 mehrere Forschungsaufenthalte und Expeditionen am Balkan und in Osteuropa. Seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin am interdisziplinären Zentrum CIMA im Bereich der paläographischen und philologischen Erschließung der ältesten slavischen Handschriften. 2020-2021 Marie-Jahoda Grant für das Habilitationsprojekt «Thesaurus of Slavic Kinship. A cognitive semantics study».

Forschungsschwerpunkte


Zeit: Vorhistorisch bis zu Neuzeit
Raum: vorwiegend Ost und Südosteuropa, östlicher Mittelmeerraum
Themen: Slavische und Baltische historische und vergleichende Sprachwissenschaft, vergleichende indoeuropäische Sprach- und Kulturwissenschaft, insbesondere Paläobalkanistik, Sprachkontakt, Sozio- und kognitive Linguistik, Sprachtypologie und Sprachuniversalien, Sozial- und Kulturanthropologie

Wichtigste Publikationen


  • Die Vorgeschichte des slavischen Aoristsystems, 2014. Brill‘s Studies in Indo-European Linguistics 10. Brill: Leiden [et al.]. DOI 1506334
    Review by Prof. D. Petit (École Pratique des Haute Études, Sorbonne IV, Paris) for Kratylos
  • „Root variation vs. root extension – a putative PIE -i-infix?“ 2018/2019 Historische Sprachforschung 131, 1-47.
  • „Der slavische ‚Gast‘ und seine indoeuropäischen Kollegen.“ In: Jouravel, A., Mathys, A. & J. Sieber (eds.). Wort- und Formenvielfalt. Festschrift ... zum 80. Geburtstag (Studies on Language and Culture in Central and Eastern Europe 37).
  • “Old Church Slavonic.” In: Hock, W., Keydana, G. and Widmer, P. Gradation. The Mouton Handbooks of Indo-European Typology (MHIET). Vol.1, Berlin [et al.]: de Gruyter, 151-200.
  • „Vowel Gradation in Slavic.“ In: Greenberg, M. (et al.) Encyclopedia of Slavic Languages and Linguistics (ESLL). Brill. Online-Publikation 2020.
  • Synaxarium of Codex Zographensis. Online edition for the National library of Russia.