
Vida Bakondy ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Balkanforschung.
Geboren 1980 in Dearborn/USA. Vida Bakondy studierte Geschichte und eine gewählte Fächerkombination aus Sozial- und Kulturanthropologie, Internationale Entwicklung und Frauen- und Geschlechterforschung an der Universität Wien. 2015 promovierte sie am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien mit der Dissertation Montagen der Vergangenheit. Flucht, Exil und Holocaust in den Fotoalben der Wiener Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy (publiziert Wallstein Verlag 2017). Von 2020 bis 2025 war sie am IHB der ÖAW Postdoc-Stipendiatin im Hertha Firnberg Programm des FWF mit dem Forschungsprojekt Visualisierung migrantischer Lebenswelten. Jovan Ritopečkis fotografische Dokumentation der jugoslawischen Arbeitsmigration in Österreich (Projektnummer T 1083).
Davor hat sie sich bereits in zahlreichen Projekten mit der Geschichte der Arbeitsmigration aus Jugoslawien und der Türkei beschäftigt, u.a. als wissenschaftliche Projektmitarbeiterin im Recherche- und Ausstellungsprojekt Gastarbajteri. 40 Jahre Arbeitsmigration (2004, Wien Museum), 2012-2015 im FWF-Projekt Deprovincializing Contemporary Austrian History. Migration und die transnationalen Herausforderungen an nationale Historiographien (ca. 1960 bis heute) und in den Jahren 2015 bis 2016 als Projektleiterin von Migration Sammeln (im Auftrag der Stadt Wien für das Wien Museum).
Bakondy ist Kuratorin zahlreicher Ausstellungen, darunter “Man will uns ans Leben“. Bomben gegen Minderheiten 1993-1996 (Volkskundemuseum Wien 2024 u.a.O.) gem. mit Cornelia Kogoj und Gamze Ongan/ Initiative Minderheiten, Geteilte Geschichte. Viyana-Beč-Wien (Wien Museum 10.2017-02.2018) gem. mit Gerhard Milchram und Nach der Flucht – Aus Ex-Jugoslawien nach Wien (Hauptbücherei am Gürtel 09.2020-11.202) gemeinsam mit Amila Širbegović.
Migrations- und Exilforschung, Visual Studies (Schwerpunkt Fotografie), Biographieforschung, Nachgeschichte des Nationalsozialismus.