Byzantinische Epigraphik


Konstantinopel/Istanbul, Pammakaristos-Kirche, Parekklesion, Gesims (© Andreas Rhoby)

Bearbeiter

Andreas Rhoby

Beschreibung


Auch wenn Byzanz keine „civilisation d’épigraphie“ war, wie es der Epigraphiker Louis Robert so treffend für das Römische Reich formuliert hatte, prägten doch auch Inschriften in Prosa und Versform („Epigramme“) die byzantinische Zivilisation.  

Das Projekt steht in Kooperation mit der Kommission für byzantinische Epigraphik der Association Internationale des Études Byzantines (AIEB), auf deren Initiative das internationale Kooperationsprojekt Inscriptiones Graecae Aevi Byzantini (IGAB) beschlossen wurde, dessen Koordinationszentrum sich an der Abteilung Byzanzforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften befindet. Ziel des Projekts ist die systematische Aufbereitung und Interpretation byzantinischer Inschriften, wobei der Inschriftenbegriff sehr breit gefasst ist: Er umfasst nicht nur Inschriften auf Stein, sondern auch gemalte und geritzte Inschriften auf jeglicher Art von Material (mit Ausnahme der Münzen und Siegel).

Innerhalb der Reihe Inscriptiones Graecae Aevi Byzantini werden von den internationalen Kooperationspartnern byzantinische Inschriften ediert und kulturhistorisch eingeordnet (werden). Die Editionsrichtlinien wurden auf Basis des französischen mediävistischen Inschriften-Modells „Corpus des Inscriptions de la France Médiévale“ entwickelt. Starke Interaktionen bestehen zu den Projekten „Epigrammatik“und „Sigillographie“, sowie zum Projektbereich „Sprache und Literatur“, insbesondere in Bezug auf die Text-Bild Problematik.

Ein einleitender Band zum Projekt mit Beiträgen verschiedener AutorInnen erschien im Jahr 2015 (ed. A. Rhoby, Inscriptions in Byzantium and Beyond. Methods – Projects – Case Studies. Wien 2015).

Im Juli 2014 wurde an der British School at Athens ein Summer Workshop zur byzantinischen Epigraphik abgehalten, der von Ida Toth (Oxford University) und Andreas Rhoby organisiert und geleitet wurde.

Im September 2018 wurde am Research Center for Anatolian Civilizations (ANAMED)  der Koç University in Istanbul ein vom Koç University Stavros Niarchos Foundation Center for Late Antique and Byzantine Studies)  finanziertes Summer Programme in Byzantine Epigraphy abgehalten, das von Ida Toth (Oxford University) und Andreas Rhoby organisiert und geleitet wurde.

Weitere Veranstaltungen:

Epigraphik in der Hollandstraße I

Epigraphik in der Hollandstraße II

Folgende Bände der Reihe befinden sich in Ausarbeitung:

Die griechischen Inschriften Kretas, 13.–17. Jh. (ed. V. Tsamakda et al.)

The Dated and Datable Byzantine Inscriptions of Constantinople and Its Hinterland (ed. C. Mango, A. McCabe)

The Greek Inscriptions of Mt Athos

Inscriptions tardoantiques et byzantines de la Basilique de Saint-Jean Prodrome à Ephèse (ed. D. Feissel) 

Byzantinische Epigraphik, Ausgewählte Quellen und Literatur

Kooperationspartner


Publikationen


Subprojekte