Das Medium „Inschrift“


Inschriften sind in unserem öffentlichen Lebensraum allgegenwärtig. Sie teilen dem interessierten Leser ihre Botschaften an oder in Kirchen, an öffentlichen und privaten Gebäuden, auf Denkmälern oder anderen Orten mit. Inschriften können ebenso Teil aufwendiger Text-Bild-Ensembles wie auch schlichte, oft spontan und sehr persönlich gehaltene Zeugnisse der Erinnerung sein. Sie sind von hohem Quellenwert und zwar nicht nur für die Regional- und Landesgeschichte, sondern ebenso für Sozial- und Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte, Kirchen- und Rechtsgeschichte, für Prosopographie, Genealogie und Heraldik, für Schriftkunde und Kunstgeschichte sowie für deutsche und lateinische Philologie.

DAS Editionsvorhaben „DIE DEUTSCHEN INSCHRIFTEN (DI WIEN)“: 


Die als international evaluiertes Langzeitprojekt an der Abteilung Editionsunternehmen und Quellenforschung – MIR des IMAFO unter der Leitung von Andreas Zajic betriebene Sammlung Erfassung, wissenschaftliche Bearbeitung und Edition  der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften Österreichs und Südtirols (bis ca. 1650) erfolgt nach strengen gemeinsamen Richtlinien im Verbund mit mehreren deutschen Akademien im Rahmen des langfristigen editorischen Großunternehmens Die deutschen Inschriften (DI ), Wiener Reihe. Jeder Einzelband präsentiert den gesamten fassbaren Inschriftenbestand eines bestimmten Raumes und erschließt diesen nach einem breitgefächerten Kriterienkanon.

Die Reihe umfasst dzt. über 100 gedruckte, in zunehmendem Maß auch online verfügbare Editionsbände. Ihre Aufgabe ist es, dieses spezifische Segment des kulturellen Erbes zu sichern, zu erschließen und für die Wissenschaft sowie für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu tragen zusätzlich begleitende und ausweitende synthetische Studien in Form von Monographien, Tagungsbänden und Aufsätzen bei. Regelmäßig stattfindende Internationale Fachtagungen zur Epigraphik entwerfen neue innovative Forschungsansätze und fördern die Vernetzung der ForscherInnen und ebenso die Ausweitung des Diskurses.

Die Sicherheitsverfilmung des inschriftlichen Denkmalbestandes