Wesentliche Aufgaben der Abteilung Schrift- und Buchwesen sind als langfristige Grundlagenforschung konzipiert, um als verlässliche Partnerin der Bibliotheken und der Forschungscommunity alle - selbst bislang unzugängliche oder wenig beachtete - Quellen unter Einsatz klassischer und moderner Methoden erschließen und für eine Vielzahl historisch arbeitender Disziplinen nutzbar machen zu können.
Im Mittelpunkt der aktuellen Erschließungsarbeiten stehen derzeit die umfangreichsten kirchlichen Handschriftensammlungen Österreichs: jene des Augustiner-Chorherrenstifts Klosterneuburg und des Benediktinerstifts Melk. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften garantiert die hierfür nötige Kontinuität der Erforschung des schriftlichen Kulturerbes durch langfristige Unterstützung. Alle Forschungsergebnisse und Digitalisate werden laufend in manuscripta.at publiziert.

In thematisch fokussierten Einzelprojekten erschließt das Team der Abteilung Schrift- und Buchwesen weitere Handschriftenbestände, wie jene des Benediktinerstifts Göttweig sowie jene der gegenüber der alten Universität Wien situierten Dominikaner-Bibliothek. Die engen Verflechtungen der Theologen mit der 1365 gegründeten Universität als intellektueller Hub europäischen Formats spiegeln seit 2025 zwei Projekte zu Texten und Thesen an der Universität Wien: