
FWF-Projekt P26680
Laufzeit: 2014-2018
Projektleitung: Dr. Maria Theisen
Mitarbeiterin: Mag. Irina von Morzé
Beiträge von: Dr. Milada Studnicková (Tschechische Akademie der Wissenschaften) I Dr. Edina Zsupán (Országos Széchényi Könyvtár) I Dr. Ulrike Jenni (+) (Universität Wien, Pächt-Archiv)
Nationale Kooperationspartner: Österreichische Nationalbibliothek, Sammlung für Handschriften und alte Drucke I Institut für Kunstgeschichte, Universität Wien
Internationaler Kooperationspartner: Institut für Kunstgeschichte, Tschechische Akademie der Wissenschaften
Zwar stand die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts bereits im Zeichen des Kupferstichs und der Erfindung des Buchdrucks, doch halfen die neuen Medien dabei, das stilistische Repertoire der Illuminatoren zu bereichern. Nur langsam mussten sie das angestammte Feld der Bibel- und Missalienausstattung aufgeben – dieser Verlust wurde jedoch durch die Anfertigung kostbarer Gebet- und Gesangsbücher ausgeglichen. Besondere Highlights dieser Ausgabe stellen das Gebetbuch Georgs I. de Münsterberg, Cod. 1960 (Enkel des „Hussitenkönigs“ Georg von Podiebrad), die von Valentin Noh illuminierte Vita Caroli IV., Cod. Ser. n. 2618, die Gesangsbücher der utraquistischen Bruderschaften (Kutná Hora-Graduale, Mus. Hs. 15501 und Smíšek-Graduale, Mus. Hs. 15492, aus der Musiksammlung) und die in Ungarn hergestellten oder ergänzten Handschriften für König Matthias Corvinus dar. Außerdem werden in diesem Band bisher unbekannte Manuskripte anonymer Erstbesitzer und aus Pfarrbibliotheken vorgestellt werden, wie z.B. illuminierte Bücher aus der Kartause bei Brünn, Bücher über die Geschichte Böhmens, theologische Kommentare und antike Literatur.
Rezension Sehepunkte 24/4, 2024 (Susanne Rischpler)