
1083 als Kanonikerstift von Bischof Altmann von Passau gegründet, 1094 von Benediktinern aus St. Blasien im Schwarzwald besiedelt.
Handschriften und Inkunabeln
1150 Handschriften, davon etwa 530 mittelalterliche Handschriften (9.–16.Jh.). 1110 Inkunabeln.
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Artikel "Bibliothek des Benediktinerstiftes Göttweig" im Handbuch der historischen Buchbestände in Österreich
Nach dem 2018 abgeschlossenen Projekt "Manuscripta Mediaevalia Gottwicensia. Benediktiner und ihre Bücher", das sich dem Handschriftenbestand in Göttweig bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts widmete, untersuchte das bis 2024 laufende Folgeprojekt die Auswirkungen der Melker Reform, der wichtigsten benediktinischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts im süddeutsch-österreichischen Raum, auf die Handschriftenproduktion und -erwerbung des Klosters Göttweig. Als erstes Kloster nach Melk schloss sich dieses bereits im Juni 1418 dieser Reform an und dürfte daher besonders stark von deren Gedankengut erfasst worden sein.
Um die mit der Reform in Zusammenhang stehenden Handschriften herausfiltern zu können, wurde an der Abteilung Schrift- und Buchwesen ein Gesamtinventar des Göttweiger Handschriften des 15. Jahrhundert erstellt. Alle so ermittelten, thematisch einschlägigen Codices wurden detailliert erschlossen, kontextualisiert und analysiert. Im Fokus der Analyse standen der Textbestand (Autoren und Texte aus dem Umfeld der Reform), der Einfluss bekannter Protagonisten und der Wiener Universität sowie das vermehrte Aufkommen von volkssprachigen Texten. (Open access Publikation in manuscripta.at)