Regesta Imperii Wien


Regesta Imperii Wien an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften bildet zusammen mit der Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz das interakademische Großunternehmen Regesta Imperii (RI). Weitere Partnerunternehmen mit RI-Arbeitsstellen sind die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften und die Universität Brünn.

Quellenwerk der europäischen Geschichte

Die Regesta Imperii, begründet von Johann Friedrich Böhmer (1795-1863) (siehe Geschichte der RI), gehören zu den großen Quellenwerken der europäischen Geschichte. Ziel ist die Erschließung der urkundlichen und historiographischen Quellen zu den römisch-deutschen Königen von den Karolingern bis Maximilian I. sowie zu den Päpsten des frühen und hohen Mittelalters. Gemeinsam mit der MGH und den Jahrbüchern der Deutschen Geschichte bilden die Regesta Imperii ein unentbehrliches Grundgerüst für die Erforschung des mittelalterlichen römisch-deutschen Reichs.

Arbeitsvorhaben
Die Wiener Arbeitsstelle vereinigt aktuell sieben Arbeitsvorhaben: Friedrich I., Albrecht I., Wenzel, Sigismund, Albrecht II., Friedrich III. und Maximilian I. Aufgrund der Materialfülle werden die Urkunden Sigismunds und Friedrichs III. nach dem Provenienzprinzip (nach Archiven und Bibliotheken geordnet) - nicht chronologisch nach Herrscherjahren - und unter Verzicht auf chronikalische Quellen publiziert. Bei Maximilian I. zwingt die große Überlieferung zu einer Auswahl von etwa einem Fünftel aus dem Gesamtbestand an Urkunden, Akten und Briefen.

Regesten

Ziel der Bearbeitung ist das Erstellen von Regesten der Urkunden bzw. historiographischen Quellen. Moderne Vollregesten erfassen – im Gegensatz zu sogenannten Kurz- oder Kopfregesten –sämtliche Inhalte und äußere Merkmale der Quelle, sodass die weitere Forschung nicht mehr auf das Original zurückgreifen muss. Seit 2004 stehen die Regestenbände auch online zur Verfügung: Regesta Imperii Online