Das von Otto Pächt (1902-1988), Professor der Kunstgeschichte an der Universität Wien und w. M. der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, initiierte Forschungsvorhaben widmet sich der Erschließung illuminierter Codices des Mittelalters aus kunsthistorischer Perspektive: der Beschreibung und Einordnung des Buchschmucks, der Analyse der Stilelemente sowie der Ikonographie und Technik, um regionale und historische Beziehungen aufzeigen zu können.
Die Projekte werden von Mitarbeiter:innen der ÖAW und der Universität Wien durchgeführt. Hierbei werden die Bestände der Universitäts- und Landesbibliotheken Oberösterreichs und der Steiermark am Otto Pächt Archiv, die Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek an der Abteilung Schrift- und Buchwesen am IMAFO erfasst. Da Urkunden und Inkunabeln zur Bestimmung von Ort und Zeit bestimmter Meister und Stile wesentlich beitragen können, wurde das IMAFO-LZP zu Illuminierte Handschriften, Inkunabeln und Urkunden erweitert, wobei letzere gemeinsam mit der Forschungsabteilung MIR bearbeitet und auf monasterium.net online gestellt werden. Die wertvollen Codices werden dagegen an den jeweiligen Bibliotheken mithilfe modernster Aufnahmetechniken digitalisiert und laufend auf manuscripta.at dokumentiert.
Sämtliche Bände zu den illuminierten Handschriften erscheinen in Reihe I und V unserer Bibliothekskataloge im Verlag der ÖAW (s. Publikationen).
Die Wiener Corvinen (ÖNB/OSzK/ÖAW 2020-2025)
Macht und Diplomatie. Die illuminierte Urkunde in Frankreich 1120-ca. 1420 (FWF-Projekt P 33577) (2020-2025)