Primäre Aufgabe des Projekts (2014–2020) war die Transformation der liturgischen Regelbücher der (Erz-)Diözesen Salzburg, Passau, Freising, Regensburg, Brixen und Seckau sowie der Klöster Hirsau, Klosterneuburg, Passau St. Nikola, Regensburg St. Emmeram und Vorau und des Kollegiatstifts Moosburg in den Kodierungsstandard der Text Encoding Initiative (TEI). Dieses Vorgehen garantiert nicht nur eine effiziente Durchsuchbarkeit des Datenbestandes, sondern eröffnet auch vielfältige Möglichkeiten der Datenanalyse. Die formale Erschließung ermöglicht es, die Zeugen der Liturgie automatisch zu vergleichen und so Hinweise auf Gemeinsamkeiten und Eigenständigkeit zu gewinnen.
Die in TEI codierten Daten werden im Geisteswissenschaftlichen Asset Management System (GAMS) des Instituts für Digitale Geisteswissenschaften (vormals Zentrum für Informationsmodellierung) der Universität Graz gespeichert. Bei der Übertragung der Ausgangsdaten in das digitale Archiv werden außerdem RDF-Repräsentationen der Texte erzeugt und in einem Triplestore (Blazegraph) mit Sesame-Anbindung gespeichert, um komplexe Suchanfragen zu ermöglichen. Die Bilddaten der digitalisierten Handschriften werden über eine IIIF-Schnittstelle aus www.cantusplanus.at eingebunden.
CANTUS Network: Liturgie und Musik in der mittelalterlichen Kirchenprovinz Salzburg
Mittelalterliche Musikhandschriften in österreichischen Bibliotheken