Das Lexikalische Informationssystem Österreich (LIÖ) ist ein Kooperationsprojekt des ACDH (ÖAW) und des SFB Deutsch in Österreich. Variation – Kontakt – Perzeption (DiÖ).

LIÖ wurde zunächst im Zuge der Neukonzeption des Wörterbuchs der bairischen Mundarten in Österreich (WBÖ) im Jahr 2016 als zentrale Plattform für alle WBÖ-bezogenen Inhalte und Daten entwickelt. Seit 2026 erfuhr es entscheidende Erweiterungen um zwei Forschungsprojekte, die sich ebenfalls mit lexikalischer Variation in Österreich beschäftigen: das FWF-geförderte Projekt Lexikalische Variation österreichischer Dialekte im 20. Jahrhundert (LexVAD20) sowie der Atlas zur lexikalischen Variation in Österreich im 21. Jahrhundert (LexAT21).

Durch die Einbindung dieser drei Projekte ermöglicht LIÖ einen umfassenden Überblick über die lexikalische Variation in Österreich, der mehrere Dimensionen abdeckt: Zum einen werden verschiedene Zeitstufen berücksichtigt – WBÖ und LexVAD20 dokumentieren das frühe 20. Jahrhundert, LexAT21 den gegenwärtigen Sprachgebrauch. Zum anderen erfasst die Plattform Registervariation vom Dialekt bis zum Standard und veranschaulicht die regionale Verteilung lexikalischer Variation anhand von Sprachkarten. Darüber hinaus bieten die drei Projekte Daten und Ergebnisse in unterschiedlichen Aufbereitungsstufen und Präsentationsformen: Beim WBÖ stehen Wörterbuchartikel und eine Belegdatenbank zur Verfügung, bei LexVAD20 steht die digitale Erschließung handschriftlicher Fragebogendaten im Vordergrund, und bei LexAT21 bildet die Sprachkartographie inklusive ausführlicher Kartenkommentare den Schwerpunkt.

Diese Vielfalt an Daten und Zugängen macht LIÖ zu einem Instrument, das die lexikalische Variation in Österreich sowohl in ihrer räumlichen Breite als auch in ihrer zeitlichen Dynamik erfahrbar macht.

Projektleitung

Alexandra N. Lenz

Kontakt

Markus Kunzmann

Finanzierung

ÖAW

Projektlaufzeit

11/2016–12/2038

Links

LIÖ Website