Max Kalbeck: Praktiken des Netzwerkens in Wien um 1900

In Kooperation von mdw und ACDH entsteht eine Digital-Edition der Tagebücher des Musikkritikers und Brahms-Biografen Max Kalbeck aus den Jahren 1895 und 1897. Die Untersuchung der Tagebücher, die Hunderte von Namen enthalten, wird durch die Heranziehung weiterer Quellen ergänzt, darunter Briefe, Kalbecks Brahms-Biografie und sein Stammbuch. Die Tagebuch-Edition wird mit der bereits bestehenden ACDH-Datenbank PMB – Personen der Moderne Basis verknüpft und durch die musikalischen Kreise um Kalbeck und Brahms erweitert. Die digitale Plattform ist eine ideale Umgebung für die Visualisierung und Erkundung historischer Netzwerke in Wien um 1900. Verbunden wird dieser Ansatz mit einer Forschungsperspektive, die gezielt nach Praktiken und Routinen fragt. Im Blick stehen dabei insbesondere die Handlungen und Strategien rund um die Aufnahme, Pflege und Nutzung von Kontakten. Durch die Kombination von kulturwissenschaftlichen Ansätzen mit Werkzeugen der Digital Humanities verspricht das Projekt durch einen innovativen Methodenmix, die bisherigen Perspektiven auf die kulturellen Netzwerke in Wien um 1900 erheblich zu erweitern.

Projektleitung

Henrike Rost, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) | Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung

Kontakt (ACDH)

Henrike Rost

Peter Andorfer

Finanzierung

Österreichischer Wissenschaftsfonds (FWF) 10.55776/PAT1123425

Projektlaufzeit

05/2026–04/2030

Links

Call for Papers

Einreichungsfrist: 31. Juli 2026