
Das Ziel dieses Projektes bestand darin, Arthur Schnitzlers (1862–1931) literarische Korrespondenz mit 38 Schriftstellern zu bearbeiten und sie online verfügbar zu machen. Auf diesem Weg sollte ein aktualisierter Zugang zu seinen Briefen ermöglicht werden, darunter auch solche, die noch revidiert werden mussten (ein Briefwechsel mit Hugo von Hofmannsthal) oder die bislang nur unzureichend bearbeitet worden waren (mit Richard Beer-Hofmann), außerdem Briefe, die vorher noch nicht publiziert worden waren (darunter Robert Adam, Max Burckhard, Lou Andreas-Salomé).
Neben den bereits Erwähnten existieren auch Briefwechsel zwischen Schnitzler und Hermann Bahr, Georg Brandes, Richard Dehmel, Gerhart Hauptmann, Karl Kraus, Laura Marholm, Thomas Mann, Therese Rie, Bertha von Suttner sowie Frank Wedekind.
Die Forschungscommunity und die interessierte Öffentlichkeit haben nun die Möglichkeit, Einblicke in das sowohl geschäftliche, als auch freundschaftliche Netzwerk des Wiener Autors in Form von Faksimiles, Transkriptionen und diversen Registern zu Personen, Orten, Institutionen und Werken zu erhalten sowie ortsbezogene Informationen zu Absendern und Empfängern.
Als Autor ist Schnitzler einer der Protagonisten der ‚Briefkultur‘, was zu dem Schluss führt, dass die Auseinandersetzung mit seiner Korrespondenz, zusätzlich zu den Aspekten seiner Biografie und seines Werks, ein für die kulturwissenschaftliche Erforschung transnationaler Netzwerke und Briefwechsel relevantes Projekt ist.



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07/2018–08/2021