Arthur Schnitzler gehört zu den bedeutendsten österreichischen Autoren und war ein produktiver und gut vernetzter Briefschreiber. Seine Korrespondenz ist jedoch nur zum Teil veröffentlicht. Das Projekt erweitert die digitale Edition seiner Korrespondenz mit Schriftstellerkollegen, die zwischen 2018 und 2021 herausgegeben wurde. Es macht die folgenden sieben bisher unveröffentlichten Korrespondenzen in einer kritischen digitalen Edition zugänglich: Die vollständigen Briefwechsel mit Felix Salten (1869-1945), Paul Goldmann (1865-1935), Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916), Auguste Hauschner (1850-1924), Marie Herzfeld (1855-1940) und Karin Michaëlis (1872-1950).

Insgesamt handelt es sich um 1.035 Briefe. Die Edition umfasst Faksimiles und kritische Transkriptionen sowie die Weiterentwicklung der im ersten Projekt entwickelten digitalen Werkzeuge, darunter der Webdienst Personen der Moderne Basis PMB mit mehr als 50.000 Entitäten (Personen, Orte, Orte, Organisationen, Ereignisse) und das Schnitzler-Tagebuch online, das bereits eng in die Briefedition eingebunden ist und bedeutsames Material für vergleichende Analysen liefert. Die erstellten Daten sind gezielt für die Nachnutzung und langfristige Verfügbarkeit aufbereitet.

Das Projekt ermöglicht und beinhaltet Forschungen zu wissenschaftlichen Aspekten, vor allem zur Intertextualität in Schnitzlers Schriften, zur Entstehung seiner public personae, zur prosopographischen Analyse und einen Beitrag zur Korrespondenzforschung. Damit erreicht das Projekt zwei Meilensteine in der Schnitzler-Korrespondenz-Edition: Durch die Ergänzung der bereits edierten Briefwechsel mit Bahr, Beer-Hofmann, Hofmannsthal um die Korrespondenzen mit Salten und Goldmann, ist es erstmals möglich, Schnitzlers berufliches Netzwerk in seinen literarischen Anfängen in seiner Gesamtheit zu erfassen.

Projektleitung

Martin Anton Müller

Kontakt

Martin Anton Müller

Finanzierung

Österreichischer Wissensnschaftsfonds (FWF) 10.55776/P34792

Projektlaufzeit

Teil I

07/2018–08/2021

Teil II

07/2021–10/2024

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