Die digitale Edition hat zum Ziel, die Genese des österreichischen Bundes-Verfassungsgesetzes in den 1920er Jahren anhand wichtiger historischer Quellen nachvollziehbar und genauer erforschbar zu machen. Zu diesem Zweck werden die überlieferten Verfassungsentwürfe textkritisch erschlossen und zusammen mit Transkriptionen und Digitalisaten bereitgestellt. Des Weiteren werden historische Quellen, die in direktem Zusammenhang mit der Entstehung und der diskursiven Aushandlung des Gesetzestextes stehen – etwa Sitzungsprotokolle – transkribiert und samt Digitalisaten zugänglich gemacht. Zusätzlich wird jedem historischen Dokument ein Kommentar zur Seite gestellt, der rechtshistorische, genetische und juristische Phänomene und Kontexte erläutert. Neue Kommentare oder verbesserte Transkriptionen werden laufend ergänzt, um einen schnellen Zugang zu neuen Ergebnissen zu gewährleisten. Eine zusätzliche erweiterte Nutzung der gewonnenen Daten als linguistisches Korpus ist in Vorbereitung.

Die Anwendung wird im Rahmen des internationalen und interdisziplinären DFG/FWF-Projekts Die Entstehung des Bundes‐Verfassungsgesetzes 1920 erstellt, das als Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien, des Instituts für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie der Universität Freiburg und des Austrian Centre for Digital Humanities verschiedene Institutionen vereint.

Der Datensatz – ca. 70 TEI/XML-kodierte Quelldokumente sowie weitere Kommentare und Metadaten – wird über ein am ACDH entwickeltes Static-Site-Modell ressourcenschonend und dauerhaft online zugänglich gemacht.