Die Verbreitung von E-Fahrzeuge im Bereich von betrieblichen Flotten in Wien

Handwerkbetriebe und lokale Bauunternehmen könnten bald auf elektrische Fahrzeuge setzen, sofern gewisse Grundvoraussetzungen dafür geschaffen wurden. Wien hängt im Vergleich noch deutlich hinter her, obwohl die Smart City-Strategie E-Flotten fördert. Das neue Projekt geht der Frage nach, wie sie in Zukunft besser Verbreitung finden.

Fahrzeugflotten gelten als aussichtsreiche Marktnische für die Einführung der umweltfreundlichen Elektromobilität. Insbesondere Unternehmen, darunter Bauunternehmen oder Handwerksbetriebe, eignen sich besonders für eine Umstellung auf Elektromobilität. Im Jahr 2014 beschloss die Stadt Wien eine umfassende Smart City Wien-Rahmenstrategie mit einem Fokus auf Elektrifizierung von Fahrzeugflotten und dem Aufbau der notwendigen Ladeinfrastruktur. Dabei soll der öffentliche Verkehr dem motorisierten Individualverkehr im urbanen Bereich vorgezogen werden und E-Fahrzeuge sollen nicht zusätzlich angeschafft werden, sondern mittelfristig Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ersetzen. Das Projekt „Verbreitung von Elektroflotten in der Smart City Wien“ beschäftigt sich mit der Verbreitung von elektrischen Fahrzeugflotten in der Stadt Wien.

Auch wenn die Smart City-Strategie Flotten hervorhebt, fallen die Resultate in Wien im Vergleich mit größeren Städten in anderen Ländern in Europa, wie beispielsweise in Norwegen oder in den Niederlanden, bislang eher bescheiden aus. Die Anzahl der elektrisch betriebenen Pkw hat zwar seit dem Beschluss der Rahmenstrategie zugenommen, insgesamt befindet sich die Anzahl der E-Fahrzeuge sowohl in Österreich als auch in Wien auf einem niedrigen Niveau.

Am Beispiel der Stadt Wien soll untersucht werden, wie E-Fahrzeuge im Bereich von betrieblichen Flotten in Zukunft besser Verbreitung finden. Hierfür untersuchen wir erfolgreiche Beispiele für die Umstellung von Fahrzeugflotten von E-Fahrzeuge, erforschen jene Faktoren, die einer stärkeren Verbreitung im Weg stehen und diskutieren mögliche Ansatzpunkte, um die Verbreitung von E-Fahrzeugflotten in Wien weiter zu unterstützen.

Methodisch stützt sich dieses Projekt auf eine Literaturrecherche und leitfadengestützte Interviews mit relevanten Akteuren. Es werden Handlungsempfehlungen entwickelt, die sich auf die Umstellung von Fahrzeugflotten auf Elektroantrieb konzentrieren.

Publikationen

  • E-Fahrzeuge in Wiener Flotten. ITA-Dossier Nr. 48 (Juli 2020; AutorInnen: Michael Ornetzeder, Steffen Bettin, Anna Pavlicek). / Ornetzeder, Michael; Pavlicek, Anna; Bettin, Steffen.
    2 S. Wien. 2020. (ITA-Dossiers).

    -> Fahrzeugflotten gelten als aussichtsreiche Marktnische für die Einführung der Elektromobilität. -> Bislang gibt es in Wien nur wenige Beispiele für den Umstieg auf Elektrofahrzeuge in öffentlichen und betrieblichen Flotten. -> In den letzten Jahren hat sich rund um das Thema Elektromobilität ein lokales Netzwerk von Anbietern, Beratern und Interessenvertretern etabliert. -> Flottenbetreiber, die bereits über Erfahrungen mit E-Fahrzeugen verfügen, sind mit ihrer Entscheidung sehr zufrieden. -> Die Umstellung auf E-Fahrzeuge ist allerdings vielschichtig und erfordert eine Systemänderung.

  • Neues ITA-Dossier: "E-Fahrzeuge in Wiener Flotten". / Riedlinger, Denise.
    in: ITA-NewsFeed, Nr. www.oeaw.ac.at/ita/news, 27.07.2020.
  • E-Autos: Warum Wiener Flottenbetreiber zögern. / Riedlinger, Denise.
    in: ITA-NewsFeed, Nr. www.oeaw.ac.at/ita/news, 14.05.2020.
  • Elektroflotten in Wien - Eine Untersuchung über Herausforderungen und Chancen von E-Fahrzeugen in Fahrzeugflotten. / Ornetzeder, Michael; Bettin, Steffen; Pavlicek, Anna.
    Wien, 2020. 60 S.

    Die Verbreitung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb (E-Fahrzeugen) in betrieblichen und öffentlichen Flotten in Wien, bleibt trotz günstiger politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Im vorliegenden Projekt wurde diese Situation daher genauer untersucht und es werden auf dieser Basis Ansatzpunkte für die Überwindung von Verbreitungsbarrieren diskutiert.Methodisch basiert die Studie auf einer Literaturrecherche, einer Datenanalyse der Fahrzeugstatistik sowie neun qualitativen, leitfadengestützten Interviews mit relevanten Akteuren in Wien. Konkret wurden Vertreter*innen von Fahrzeugherstellern, Flottenbetreibern sowie von Beratungs- und Finanzierungsunternehmen befragt.Pro Jahr werden in Wien bis zu 60.000 gewerblich genutzte Pkw und bis zu 8.000 Kleintransporter neu zugelassen. Obwohl die Neuanmeldungen von E-Fahrzeugen in diesen Fahrzeugklassen (Pkw und Kleintransporter der KfZ-Klasse N1) seit dem Jahr 2013 Zuwachsraten bis zu 100 % aufweisen, liegt deren Anteil im Verhältnis zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor mit unter 2 % nach wie vor auf einem sehr geringen Niveau. In absoluten Zahlen waren im Jahr 2018 in Wien 1.796 gewerbliche E-Pkw und 725 E-Kleintransporter unterwegs. Die Verbreitung von rein elektrisch betriebenen Firmenfahrzeugen steht also noch ganz am Beginn.

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Konferenzbeiträge/Vorträge

Laufzeit

03/2019 - 09/2019

Projektteam

Finanzierung