Ein sozialwissenschaftliches Projekt im Rahmen des Verständigungsprozesses zur Corona-Krise

Konflikte sind der Humus der Demokratie. Schwierig wird es, wenn Konflikte nicht konstruktiv ausgetragen werden, weil die Verständigungsgrundlage erodiert. Um Verständigung zu fördern, gilt es daher, Verständnis schaffen – für die Komplexität von Krisen, für die Ursachen von Konflikten und für die Möglichkeit von Dialog. Zu diesem Ziel hat das sozialwissenschaftliche Projekt beigetragen.

Im Frühjahr 2023 hat die Bundesregierung die ÖAW mit der Durchführung eines wissenschaftlichen Projekts beauftragt, um die gesellschaftlichen Folgen der Coronakrise systematisch aufzuarbeiten. Das Projekt war auf neun Monate angelegt und wurde kurz vor Jahresende 2023 mit der Veröffentlichung eines öffentlich zugänglichen Projektberichts beendet. Am 21. Dezember 2023 wurde dieser Bericht im Rahmen einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt von Bundeskanzler Karl Nehammer und Projektleiter Alexander Bogner (ÖAW) präsentiert.

19 Wissenschafter:innen aus den Kommunikationswissenschaften, aus Politikwissenschaft, Soziologie sowie der Wissenschafts- und Technikforschung waren an diesem sozialwissenschaftlichen Projekt beteiligt. Im Rahmen dieses Projekts wurden fünf Themen analysiert, die während der Pandemie (und teilweise bis heute) zahlreiche und teilweise heftige Kontroversen ausgelöst haben:

  • Die Rolle der Medien in der Pandemie: In diesem Teilprojekt wurde gezeigt, dass das anfänglich große Vertrauen in die Traditionsmedien im Laufe der Pandemie nachließ. Die Medien, so eine häufig gehörte Einschätzung, hätten selbst zur Eskalation der Krise beigetragen. Insbesondere die Auseinandersetzungen um das Impfen und die Impfpflicht haben polarisierend gewirkt.
  • Die Impfpflicht: Die im November 2021 beschlossene allgemeine Impfpflicht hat definitiv zur Polarisierung beigetragen. Begründet war dies durch eine politische Rhetorik, die die politische Entscheidung als alternativlos behauptete und damit zur Moralisierung der Impfdebatte beitrug. In der öffentlichen Wahrnehmung wurden „die Ungeimpften“ zu einem Stereotyp, was die Verständigung erschwerte.
  • Distance learning / Schulschließungen: In Österreich waren die Schulen während der Pandemie vergleichsweise lange geschlossen. Das Bildungsministerium präsentierte die Schule als wichtige Datenquelle für virologisch-epidemiologische Erkenntnisse, um die Spielräume zu erweitern. Genuin bildungswissenschaftliche Argumente blieben damit jedoch unterbelichtet. Eine wirkliche Offensive für das Offenhalten von Schulen konnte daraus nicht entstehen.
  • Wissenschaftliche Politikberatung: Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik wurde während der Pandemie zu einem zentralen Streitpunkt. Die Gründung einer zentralen, pandemiespezifischen Beratungskommission (GECKO) Ende 2021 war ein Fortschritt; jedoch trug ihr Selbstverständnis als Auskunftsbüro für die Politik dazu bei, die Problemstellungen eng zu halten und einen möglichen Dissens innerhalb des Expertengremiums zu verhindern.
  • Wissenschaftsskepsis: Obwohl das Vertrauen in die Wissenschaft in Österreich prinzipiell hoch ist, war Wissenschaftsskepsis während der Pandemie laut vernehmbar. Auf Basis einer repräsentativen Umfrage konnte gezeigt werden, dass das Problem nicht einige wenige Radikale sind, sondern die „distanzierte Mitte“, die im Kontext verwissenschaftlichter Kontroversen leicht in eine radikale Skepsis abrutscht. Anlass dafür ist oft die Annahme mangelnder Unabhängigkeit der Wissenschaft.

Dialog mit Bürger:innen

Im Rahmen der von der Bundesregierung initiierten „Corona-Aufarbeitung“ wurde auch ein großes Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt. Dieses Verfahren fand im Herbst 2023 in allen Landeshauptstädten statt. Pro Bundesland nahmen im Durchschnitt 35 Personen an den Diskussionsrunden teil. In Summe heißt das: Insgesamt 319 Personen, nach Repräsentativitätsgesichtspunkten von der Statistik Austria ausgewählt, diskutierten einen ganzen Tag lang miteinander über ihre Erfahrungen in der Pandemie. Am Ende dieses Diskussionstages wurden die Bürgerinnen und Bürger gebeten, ihre Erwartungen an Politik, Wissenschaft und Medien für zukünftige Krisen zu formulieren. Die Unabhängigkeit der Wissenschaft bzw. der Medien wurde am häufigsten als zentrale Empfehlung für die nächste Krise genannt.

Publikationen

Publikationen

  • Wie sich Gesundheitskrisen zu Demokratiekrisen entwickeln können. Die Rolle der Wissenschaft in der COVID-19-Pandemie. / Bogner, Alexander.
    in: iFamZ - interdisziplinäre Zeitschrift für Familienrecht, Jahrgang 25, Nr. 5, 13.10.2025, S. 313-315.
  • Visionen österreichischer Bürger:innen zum Umgang mit Krisen – welche TA-relevanten Ideen lassen sich erkennen? / Bechtold, Ulrike.
    Methoden für die Technikfolgenabschätzung: Bewährte Praxis, aktuelle Herausforderungen, neue Chancen. Wiesbaden: Springer, 2025. S. 423-441.
  • Perceptions of science and politics during the COVID-19 pandemic in Austria: technocratic overreach or blame deflection? / Partheymueller, Julia; Eberl, Jakob-Moritz; Bogner, Alexander.
    in: Osterreichische Zeitschrift fur Soziologie, Jahrgang 50, Nr. 1, 33, 04.08.2025.

    Science and politics function as distinct yet structurally interconnected social systems, creating a delicate need to balance expertise and democratic representation. The COVID-19 pandemic exposed tensions in this relationship, with initial public support for containment measures giving way to growing skepticism. This paper explores two distinct perspectives on this development: (1) the technocratic overreach perspective, which attributes low support to perceptions that experts overstepped their role in political decision-making; and (2) the blame-deflection perspective, which links it to the perception that politicians strategically used appeals to scientific authority to shield themselves from criticism. Using survey data from the Austrian Corona Panel Project, we test hypotheses derived from these contrasting perspectives to better understand public concerns surrounding the boundary between science and politics during the pandemic. Our findings show that both technocratic overreach and blame deflection perceptions are associated with lower support for mitigation measures, but the patterns of underlying attitudes differ. Perceptions of technocratic overreach were associated with low trust in science, but overall levels of trust in science remained high and stable, suggesting that overreach perceptions stemmed primarily from pre-existing skepticism toward science rather than concerns about technocratic policy-making during the pandemic. In contrast, perceptions of blame deflection were related to low trust in government, which strongly declined during the pandemic. Overall, the study identifies crisis management as a key area where a clearer demarcation between science and politics is needed.

  • Wie läßt sich konstruktiv mit verhärteten Wissenskonflikten umgehen? (ITA-manu:script 25-02). / Bogner, Alexander; Kirchner, Agnes; Miko-Schefzig, Katharina et al.
    2025. (ITA-manu:script).

    Die Pandemie hat gezeigt, wie schnell die Wissenschaft zum Gegenstand öffentlicher Konflikte und Attacken werden kann, wenn Expertise zur zentralen politischen Ressource wird. Daraus ergeben sich zwei grundsätzliche Fragen: (1) Warum trägt eine Verwissenschaftlichung von Konflikten nicht zu deren Lösung bei? (2) Und wie lässt sich ein konstruktiver politischer Dialog über wissenschaftsbasierte Themen dennoch stärken? Die erste Frage wird im qualitativen Teil der Studie behandelt: Es wird gezeigt, dass in hochgradig verwissenschaftlichten Krisen alle Konfliktparteien sich auf Expert:innen (oder Pseudoexpert:innen) berufen. Der Konflikt wird selbst zum Mittel, um epistemische Autorität dort, wo eine institutionelle Basis fehlt, situativ zu behaupten. Dies erklärt das Desinteresse der Maßnahmengegner:innen an einer Konfliktlösung.
    Im quantitativen Teil der Studie wird die zweite Frage diskutiert: Anhand von Survey-Experimenten wird gezeigt, dass sich das Vertrauen in die Wissenschaft steigert, wenn die politikberatenden Expert:innen nicht von der Regierung, sondern von der Wissenschaft selbst ausgewählt werden. Außerdem spielt der Kommunikationsstil der Expert:innen eine wichtige Rolle: Vertrauen entsteht dort, wo sie nicht als missionsgetriebene Aktivist:innen auftreten, sondern als bescheidene Berater:innen, die der Politik verschiedene, gut begründete Handlungsoptionen eröffnen. Allerdings haben Expert:innen im Fall stark politisierter Themen sowieso einen schweren Stand, wie der Vergleich mit politisch unbelasteten Themen zeigt.

  • Nachvollziehbarkeit ist in Krisen entscheidend. / Bogner, Alexander.
    in: Kurier, 03.08.2024.
  • Österreich am Wort. / Bechtold, Ulrike; Bogner, Alexander; Gangl, Katharina et al.
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 118-139.
  • Einleitung. / Bogner, Alexander; Bogner, Alexander (Herausgeber:in).
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 6-7.
  • Wissenschaftsskepsis. / Partheymüller, Julia; Eberl, Jakob-Moritz; Kritzinger, Sylvia et al.
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 88-116.
  • Evidenz und Eindeutigkeit – Herausforderungen der Organisation wissenschaftlicher Politikberatung. / Bogner, Alexander; Buntfuß, Paul; Bogner, Alexander (Herausgeber:in).
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 72-87.
  • Zum politischen Umgang mit Zielkonflikten I: Die Impfpflicht. / Bogner, Alexander; Albiez, Andreas; Bogner, Alexander (Herausgeber:in).
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 44-45.
  • Nach Corona. Reflexion für zukünftige Krisen. Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. / Bogner, Alexander (Herausgeber:in); Albiez, Andreas; Bechtold, Ulrike et al.
    Wien, 2023. 175 S.
  • Legitimer und illegitimer Dissens. Zu einem aktuellen Problem der Wissenschaft(sforschung). / Bogner, Alexander; Böschen, Stefan (Herausgeber:in); Nordmann, Alfred (Herausgeber:in) et al.
    Wissenschaft in der Verlässlichkeitsfalle? Praktiken der Konstruktion von Relevanz und Neutralität. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2023. S. 49-69.
  • Krise und Konflikt. Spannungen zwischen Wissenschaft und Demokratie in der Corona-Pandemie. / Bogner, Alexander; Kiess, Johannes (Herausgeber:in); Preunkert, Jenny (Herausgeber:in) et al.
    Krisen und Soziologie. Weinheim: Beltz Juventa, 2023. S. 118-137.
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Konferenzbeiträge/Vorträge

Konferenzbeiträge/Vorträge

  • Innsbruck

    Die Moralisierung der Krise. Österreich und die Impfpflicht

    Bogner, A. (Speaker)

    29 Nov 2024

  • Berlin

    Bürger:innen als Politikberater:innen oder welche Politikberatungsmodi empfehlen Bürger:innen?

    Bogner, A. (Speaker)

    20 Nov 2024

  • Berlin

    Administrative Entscheidungen von epistemischer Tragweite. Blinde Flecken der Politikberatung in der Pandemie

    Bogner, A. (Speaker)

    19 Nov 2024

  • Wien

    Wissenschaftsskepsis aus wissenschaftssoziologischer Perspektive

    Bogner, A. (Speaker)

    24 Oct 2024

  • Wien

    Potential eines TA-fernen Prozesses: TA-relevante Ideen aus Visionen österreichischer Bürger:innen zum Umgang mit Krisen

    Bechtold, U. (Speaker)

    4 Jun 2024

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Artikel/Buchbeiträge

Artikel/Buchbeiträge

  • Wie sich Gesundheitskrisen zu Demokratiekrisen entwickeln können. Die Rolle der Wissenschaft in der COVID-19-Pandemie. / Bogner, Alexander.
    in: iFamZ - interdisziplinäre Zeitschrift für Familienrecht, Jahrgang 25, Nr. 5, 13.10.2025, S. 313-315.
  • Visionen österreichischer Bürger:innen zum Umgang mit Krisen – welche TA-relevanten Ideen lassen sich erkennen? / Bechtold, Ulrike.
    Methoden für die Technikfolgenabschätzung: Bewährte Praxis, aktuelle Herausforderungen, neue Chancen. Wiesbaden: Springer, 2025. S. 423-441.
  • Wie läßt sich konstruktiv mit verhärteten Wissenskonflikten umgehen? (ITA-manu:script 25-02). / Bogner, Alexander; Kirchner, Agnes; Miko-Schefzig, Katharina et al.
    2025. (ITA-manu:script).

    Die Pandemie hat gezeigt, wie schnell die Wissenschaft zum Gegenstand öffentlicher Konflikte und Attacken werden kann, wenn Expertise zur zentralen politischen Ressource wird. Daraus ergeben sich zwei grundsätzliche Fragen: (1) Warum trägt eine Verwissenschaftlichung von Konflikten nicht zu deren Lösung bei? (2) Und wie lässt sich ein konstruktiver politischer Dialog über wissenschaftsbasierte Themen dennoch stärken? Die erste Frage wird im qualitativen Teil der Studie behandelt: Es wird gezeigt, dass in hochgradig verwissenschaftlichten Krisen alle Konfliktparteien sich auf Expert:innen (oder Pseudoexpert:innen) berufen. Der Konflikt wird selbst zum Mittel, um epistemische Autorität dort, wo eine institutionelle Basis fehlt, situativ zu behaupten. Dies erklärt das Desinteresse der Maßnahmengegner:innen an einer Konfliktlösung.
    Im quantitativen Teil der Studie wird die zweite Frage diskutiert: Anhand von Survey-Experimenten wird gezeigt, dass sich das Vertrauen in die Wissenschaft steigert, wenn die politikberatenden Expert:innen nicht von der Regierung, sondern von der Wissenschaft selbst ausgewählt werden. Außerdem spielt der Kommunikationsstil der Expert:innen eine wichtige Rolle: Vertrauen entsteht dort, wo sie nicht als missionsgetriebene Aktivist:innen auftreten, sondern als bescheidene Berater:innen, die der Politik verschiedene, gut begründete Handlungsoptionen eröffnen. Allerdings haben Expert:innen im Fall stark politisierter Themen sowieso einen schweren Stand, wie der Vergleich mit politisch unbelasteten Themen zeigt.

  • Österreich am Wort. / Bechtold, Ulrike; Bogner, Alexander; Gangl, Katharina et al.
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 118-139.
  • Einleitung. / Bogner, Alexander; Bogner, Alexander (Herausgeber:in).
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 6-7.
  • Wissenschaftsskepsis. / Partheymüller, Julia; Eberl, Jakob-Moritz; Kritzinger, Sylvia et al.
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 88-116.
  • Evidenz und Eindeutigkeit – Herausforderungen der Organisation wissenschaftlicher Politikberatung. / Bogner, Alexander; Buntfuß, Paul; Bogner, Alexander (Herausgeber:in).
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 72-87.
  • Zum politischen Umgang mit Zielkonflikten I: Die Impfpflicht. / Bogner, Alexander; Albiez, Andreas; Bogner, Alexander (Herausgeber:in).
    Nach Corona. Reflexionen für zukünftige Krisen – Ergebnisse aus dem Corona-Aufarbeitungsprozess. Wien, 2023. S. 44-45.
  • Legitimer und illegitimer Dissens. Zu einem aktuellen Problem der Wissenschaft(sforschung). / Bogner, Alexander; Böschen, Stefan (Herausgeber:in); Nordmann, Alfred (Herausgeber:in) et al.
    Wissenschaft in der Verlässlichkeitsfalle? Praktiken der Konstruktion von Relevanz und Neutralität. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2023. S. 49-69.
  • Krise und Konflikt. Spannungen zwischen Wissenschaft und Demokratie in der Corona-Pandemie. / Bogner, Alexander; Kiess, Johannes (Herausgeber:in); Preunkert, Jenny (Herausgeber:in) et al.
    Krisen und Soziologie. Weinheim: Beltz Juventa, 2023. S. 118-137.
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Laufzeit

04/2023 - 05/2024

Projektteam

  • Andreas Albiez
  • Paul Buntfuß

Finanzierung

Partner

Internationaler Beirat

Eva Barlösius (Soziologin, Uni Hannover, Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften)

Alena Buyx (Ethikerin, TU München, Vorsitzende des Deutschen Ethikrats)

Armin Grunwald (Physiker und Philosoph, Karlsruhe Institut für Technologie, Vorstand der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften)

Caspar Hirschi (Historiker, Uni St. Gallen, Vorstand der Schweizerischen Akademie für Geistes- und Sozialwissenschaften)