Konsument:innenidentität im digitalen Raum

Konsument:innen sind in einer digitalisierten Welt nicht nur als aktiv Kaufende sondern auch als passive Lieferanten von Daten begehrt. Diese Daten sind dabei Rohstoff und Währung der „Digital Economy“. Die Kurzstudie untersucht, wie sich die Digitalisierung aller Lebensbereiche auf Konsument:innen auswirkt.

Vor dem Hintergrund einer globalen Wirtschaft des Datensammelns hat die EU verschiedene Regulierungen beschlossen, um die Rechte und Freiheiten der Bürger:innen zu stärken. Dazu gehören etwa die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) oder die kürzlich im europäischen Parlament beschlossenen Gesetze, wie der Digital Markets Act und der Digital Service Act. 

Zugleich zeichnen sich aber auch Zielkonflikte zwischen den verschiedenen Ansätzen der europäischen Strategie zum Umgang mit Daten am Horizont ab, in denen auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Staaten eine Rolle spielt: Der geplante Artificial Intelligence Act, der Data Governance Act und der Data Act sind noch umstritten, und werden in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten unterschiedlich diskutiert.

Grundlegende Entscheidungen über global wirksame technologische Entwicklung werden oft in Staaten oder Regionen getroffen, die andere gesetzliche Vorgaben entwickelt haben als die EU, und auch nicht immer deren grundlegende gesellschaftlichen Werte teilen. Gleichzeitig stehen technologische Umbrüche bevor, wie z.B. der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz und algorithmischer Entscheidungssysteme, bis hin zum Einsatz von Quantencomputern.

Die neue Kurzstudie, die das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Kooperation mit der Arbeiterkammer Österreich durchführt, fragt: Wie hat sich die Rolle der Konsument:innen verändert, und wie beeinflussen europäische Regulierungsvorhaben und die Durchdringung unseres Alltags mit Informations- und Kommunikationstechnologien das Leben der Konsument:innen? Die Ergebnisse sollen die öffentliche Debatte über die Digitalisierung unterstützen und werden deshalb, wie alle ITA Studien, frei zugänglich publiziert.

Publikationen

  • The end of privacy? (ITA Dossier No 84en, July 2025). / Krieger-Lamina, Jaro.
    2 S. 2025. (ITA-Dossiers en).

    -> Privacy, a fundamental right essential to the functioning of democracy, has been eroded for years.
    -> The European Union has entered uncharted regulatory territory, attempting to balance enabling the economic use of all data with empowering consumers against large tech companies.
    -> Nonetheless, data protection and the safeguarding of fundamental rights appear to be under greater pressure than ever. Will the new legislation reverse this trend, or is it too unbalanced and too late

  • Das Ende der Privatsphäre? (ITA Dossier Nr. 84, Juli 2025). / Krieger-Lamina, Jaro.
    2 S. 2025. (ITA-Dossiers de).

    -> Die Privatsphäre, ein Grundrecht, das zum Funktionieren einer Demokratie von essentieller Bedeutung ist, wird seit Jahren untergraben.
    -> Die Europäische Union hat regulatorisches Neuland betreten und den Spagat versucht, einerseits eine wirtschaftliche Nutzung aller Daten zu ermöglichen und andererseits die Konsument:innen gegenüber den großen Tech-Konzernen zu emanzipieren.
    -> Der Datenschutz und der Schutz der Grundrechte scheinen dennoch mehr denn je unter Druck zu stehen. Werden die neuen Rechtsakte das Blatt wenden, oder kommen sie zu unausgewogen und zu spät?

  • Privatsphäre 3.0 - Konsument:innen im digitalen Raum – Endbericht. / Krieger-Lamina, Jaro; Peissl, Walter.
    Wien, 2025. 64 S.

    Konsument:innen sind in einer digitalisierten Welt nicht nur als Kaufende von Waren sondern auch als Liefernde von Daten begehrt. Diese Daten sind dabei Rohstoff und Währung der „Digital Economy“. Die vorliegende Kurzstudie untersucht, wie sich die Digitalisierung aller Lebensbereiche auf Konsument:innen ausgewirkt hat, und welche Rolle die regulatorische Umsetzung der Digital Strategie der Europäischen Union dabei spielt.
    Vor dem Hintergrund einer globalen Wirtschaft des Datensammelns hat die EU verschiedene Rechtsakte beschlossen, um die Rechte und Freiheiten der Bürger:innen zu stärken und die Macht der großen Plattformen zu begrenzen. Dazu gehören etwa die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), der Digital Markets Act und der Digital Service Act. Zugleich zeichnen sich aber auch Zielkonflikte zwischen den verschiedenen Ansätzen der europäischen Strategie zum Umgang mit Daten am Horizont ab, in denen auch die Wettbewerbsfähigkeit der EU Staaten eine Rolle spielt: Der Artificial Intelligence Act, der Data Governance Act und der Data Act sind in manchen Teilen umstritten und werden in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten unterschiedlich diskutiert. Der geplante European Health Data Space ist noch wenig konkret und versucht die Nutzung der besonders sensiblen Gesundheitsdaten grenzüberschreitend zu ermöglichen.
    Grundlegende Entscheidungen über global wirksame technologische Entwicklung werden oft in Staaten oder Regionen getroffen, die andere gesetzliche Vorgaben entwickelt haben als die EU und auch nicht immer deren grundlegende gesellschaftlichen Werte teilen. Gleichzeitig stehen technologische Umbrüche bevor, wie z. B. der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz und algorithmischer Entscheidungssysteme, bis hin zum Einsatz von Quantencomputern.
    Die vorliegende Kurzstudie, die in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien durchgeführt wurde, fragt: Wie hat sich die Rolle der Konsument:innen verändert und wie beeinflussen europäische Regulierungsvorhaben und die Durchdringung unseres Alltags mit Informations- und Kommunikationstechnologien das Leben der Konsument:innen? Die Ergebnisse sollen die öffentliche Debatte über die Digitalisierung unterstützen und münden in Handlungsempfehlungen für die Politik.

  • Walter Peissl zum Mitglied des Artificial Intelligence Advisory Boards ernannt. / Riedlinger, Denise.
    in: ITA-NewsFeed, Nr. www.oeaw.ac.at/ita/news, 14.12.2023.
  • Digitale Macht: Unsere Daten, unser Selbst? / Riedlinger, Denise.
    in: ITA-NewsFeed, Nr. www.oeaw.ac.at/ita/news, 21.03.2023.
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Konferenzbeiträge/Vorträge

Laufzeit

02/2023 - 11/2023

Projektteam

  • Walter Peissl
  • Jaro Krieger-Lamina

Kontakt

Ko-Finanzierung