
Vom Assistenzsystem zum Autopiloten: Diese Kurzstudie in Kooperation mit der Arbeiterkammer fasst Fragestellungen für KonsumentInnen zusammen, die sich aus der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung im Bereich von Kraftfahrzeugen ergeben.
Autos voller Sensorsysteme sammeln unaufhörlich Daten. Wem gehören diese Daten und wofür können, sollen oder dürfen sie gespeichert und verwendet werden? Wird das Mobilitätsverhalten in Zukunft völlig transparent sein? Wer entscheidet, welche Ersatzteile im Auto eingebaut werden?
An „smarte“ Automobile werden große Hoffnungen für die Zukunft geknüpft. Oft angeführt werden etwa selbstfahrende Taxiflotten, oder selbstständig ans Ziel navigierender Schwerverkehr. Die technische Umsetzbarkeit wird von den meisten ExpertInnen nicht angezweifelt. Ungelöst ist jedoch die konkrete Umsetzung. Ist unsere Infrastruktur fit für die Fahrzeuge der Zukunft, und wie sieht es mit aktuellen Gesetzen aus?
Die Kurzstudie beschreibt die aktuelle Situation und bietet Gestaltungs- und Handlungsoptionen für Politik und Gesellschaft an.
-> The vision of the autonomous vehicle promises more safety, less environmental pollution and comfortable mobility.-> Digitisation has found its way into the car with all its advantages and disadvantages.-> Cars are turning into data collecting, processing and transmitting machines.-> The consequences can be felt in other domains in everyday life, not just mobility.Authors: Jaro Krieger-Lamina, Walter Peissl
-> Die Vision vom selbstfahrenden Auto verspricht mehr Sicherheit, weniger Umweltbelastung und komfortable Mobilität.-> Die Digitalisierung hält im Bereich der KFZ mit allen Vor- und Nachteilen Einzug.-> Autos werden zu Daten sammelnden, verarbeitenden und weitergebenden Maschinen.-> Die Folgen werden in vielen Lebensbereichen spürbar sein.Autoren: Jaro Krieger-Lamina, Walter Peissl.
Zusammenfassung:Vom Assistenzsystem zum Autopiloten: Diese Kurzstudie in Kooperation mit der Bundesarbeitskammer fasst Fragestellungen zusammen, die sich aus der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung im Bereich von Kraftfahrzeugen ergeben.Autos voller Sensorsysteme sammeln unaufhörlich Daten. Wem gehören diese Daten und wofür können, sollen oder dürfen sie gespeichert und verwendet werden? Die Digitalisierung eröffnet viele Möglichkeiten, die zu mehr Sicherheit und einem umweltverträglicheren Verkehr führen sollen, aber auch zu mehr Überwachung beitragen können. An „smarte“ Automobile werden große Hoffnungen für die Zukunft geknüpft. Als erste Szenarien werden etwa selbstfahrende Taxiflotten, oder selbstständig ans Ziel navigierender Schwerverkehr angeführt.Zudem hat die Entwicklung zum autonomen Fahrzeug das Potential, das Mobilitätsverhalten zu ändern, Geschäftsmodelle und Besitzstrukturen vollkommen neu zu entwerfen. Wie sehr betrifft das einzelne KonsumentInnen? Wo besteht Handlungsbedarf, um den Weg zur Mobilität der Zukunft für alle Betroffenen möglichst ohne Nachteile zu gestalten?Die technische Umsetzbarkeit wird von den meisten ExpertInnen nicht grundsätzlich angezweifelt. Ungelöst ist jedoch die konkrete Umsetzung im Detail, besonders in den nicht-technischen Bereichen. Gemeinsam mit anderen (europäischen) Staaten müssen die bestehenden Regeln und Gesetze angepasst werden. Es entstehen durch die algorithmische Entscheidungsfindung im Straßenverkehr moralische Dilemmata, die es aufzulösen gilt. Wo viele Daten gesammelt werden, rückt auch der Datenschutz vermehrt in den Blick. Allesamt Fragenkomplexe, die im Wettlauf um die technische Entwicklung unterzugehen drohen.Die Kurzstudie beschreibt die aktuelle Situation, die Bereiche, die Herausforderungen für die Zukunft bereithalten, und bietet Gestaltungs- und Handlungsoptionen für Politik und Gesellschaft an. Hervorzuheben sind dabei vor allem die Empfehlungen im Bereich des Datenschutzes und der weiter erodierenden Privatsphäre der einzelnen BürgerInnen. Immer mehr wird auch das Automobil zu einer Daten sammelnden, verarbeitenden, speichernden und weitergebenden Maschine, deren Funktionsweise sich LaiInnen nicht mehr erschließt. Zur Verarbeitung dieser Datenströme kommen Algorithmen zum Einsatz, die durch die Aufbereitung der Daten schon Entscheidungen treffen, in Zukunft aber noch viel mehr Entscheidungen übernehmen werden, wenn Software autonome Fahrzeuge steuern soll. Die Umstellung von menschlicher auf algorithmische Entscheidungsfindung bringt viele Veränderungen mit sich, zu denen auch ein eigener Abschnitt im Kapitel der Empfehlungen zu finden ist.Projektleitung: Walter PeisslAutor: Jaro Krieger-Lamina
Krieger-Lamina, J. (Speaker)
Krieger-Lamina, J. (Speaker) & Nentwich, M. ((Co-)Author)