Ma(r)king neighborhoods

Das Projekt Ma(r)king neighborhoods verbindet Stadtforschung mit künstlerischen Methoden. Mit verschiedenen Drucktechniken erforschen wir verschiedene Grätzl im 16. und 17. Bezirk in Wien. In der Nachbarschaft kommen tagtäglich unterschiedliche Menschen zusammen, wohnen in der Umgebung, besuchen Schulen, arbeiten, gehen spazieren, oder benützen den Park. Das bedeutet auch, dass viele unterschiedliche Bedürfnisse an diesen öffentlichen Räumen zusammenkommen, teilweise nebeneinander bestehen oder manchmal in Konflikt miteinander treten. Gemeinsam mit den Teilnehmer:innen gehen wir den Fragen nach: Wie nehmen Menschen die Nachbarschaft wahr? Welche Wege und Orte benutzen sie gerne, welche nicht und warum? Welche Erlebnisse verbinden sie mit ihnen und welche Ideen haben sie dafür?

Um diese Fragen zu beantworten, verwenden wir verschiedene künstlerische Methoden und Drucktechniken und laden Teilnehmer:innen dazu ein sich mit dem Grätzl auseinanderzusetzen und in Dialog zu treten. In drei verschiedenen Arten von Nachbarschaftslaboren beforschen wir gemeinsam mit den Teilnehmer:innen das Leben im Grätzl.

Labor 1: Grätzl-Kartographie [mapping]

Der Ausgangspunkt in diesen Workshops sind Stadtpläne und Karten, ein zentrales Element aus der Geographie und Stadtforschung. Wir entwickeln diese Karten mit den Teilnehmer:innen weiter, indem wir sie überdrucken oder Beobachtungen und Erfahrungen in Karten einschreiben. Diese „subjektiven Landkarten“ werden gemeinsam erstellt und dann gemeinsam besprochen.

Labor 2: Streifzüge durch das Grätzl [walk & talk]

Bei den Streifzügen begleiten wir Menschen auf ihren alltäglichen Wegen durch die Nachbarschaft, zB. von zu Hause in den Park, von der Arbeit/Bildungseinrichtung nach Hause oder bei ihrem Lieblingsspaziergang. Bei diesen go-along Interviews erzählen uns die Teilnehmer:innen, was ihnen an diesen Wegen und Orten auffällt, welche Erfahrungen und Erinnerungen sie haben und was sie gerne anders gestalten würden.

Labor 3: Drucken im öffentlichen Raum [interventions]

Aufbauend auf Labor eins und zwei werden gezielte Interventionen im Stadtraum gesetzt. Mit Schablonen und Straßenkreiden können Ideen zur Veränderung angedeutet werden, z.B. zusätzliche Zebrastreifen, Radwege, oder Bänke, oder es können anonymisierte Zitate und Bilder an öffentlichen Orten gedruckt werden, die zum Nachdenken und Interagieren anregen. Durch das konkrete Arbeiten im öffentlichen Raum, können auch Passant:innen in das Projekt miteinbezogen werden.

Kooperationspartner

Kontakt

markingthehood(at)oeaw.ac.at

Instagram: @markingthehood

T: +43 1 51581-3533

Projektdauer

Jänner 2025 - Juni 2026