Die Studie befasst sich mit der Politik in Bezug auf Toponymie, Identität und Landschaft in zwei mehrsprachigen Gebieten – im Gebiet von Teschen in Tschechien und im südlichen Kärnten in Österreich. Beide Gebiete weisen viele Ähnlichkeiten auf und es erschien daher eine enge Zusammenarbeit zwischen tschechischen und österreichischen Forschern als sehr vorteilhaft. Die Kärntner Situation ähnelt der Situation in der Region Teschen hinsichtlich ihrer Überlagerung durch später entstandene nationale Identitäten, in Bezug auf nicht weit zurückliegende historische Lasten, die Tatsache, dass ortsübliche geographische Namen häufig von standardisierten Namen oder Namen in den beiden Standardsprachen abweichen und hinsichtlich politischer Konflikte um Ortsnamen in letzter Zeit.
Hauptforschungsfragen waren:
Die wichtigsten Ergebnisse:
Es wurde eine Kombination von Forschungsmethoden angewandt, d.h. Analyse von Toponymen auf alten und aktuellen Karten, inhaltlichen und Diskursanalyse der sprachlichen Landschaft und des Stadttextes mit besonderem Fokus auf Toponymen sowie Interviews und Enqueten über die Kenntnisse und Varianten der Ortsnamen in ausgewählten Dörfern in den beiden Regionen.
Das Projekt wurde 2019 abgeschlossen. Seine Ergebnisse wurden 2021 in Buchform publiziert:
Place-Name Politics in Multilingual Areas
Jordan, P. (2016), The Meaning of Bi- or Multilingual Naming in Public Space for the Cultural Identity of Linguistic Minorities. In: Nomina Africana. Journal of the Names Society of Southern Africa, 30, 1, S. 27-44.
Jordan, P. (2016), Carinthia – Burgenland. The different historical-cultural backgrounds of two minority situations and their impact on inter-ethnic relations and bilingual place naming. In: Onomàstica, Anuari de la Societat d’Onomàstica, 2, S. 169-181.
Jänner 2016 – Dezember 2018