Das griechische Kulturministerium stellt jedes Jahr sechs Genehmigungen für österreichische Feldforschungen aus, von denen drei nationale Grabungslizenzen sind und die anderen drei auf griechisch-österreichische Kooperationen entfallen.

Die laufenden und vorläufig abgeschlossenen Grabungsprojekte des ÖAI sind in der nördlichen und westlichen Peloponnes lokalisiert: Sie widmen sich der Siedlungsgeschichte von Lousoi in den Bergen Arkadiens und der diachronen Erforschung des Siedlungsplatzes von Aigeira am Korinthischen Golf. In Kleidi-Samikon an der Westküste der Peloponnes liegt an einer strategisch neuralgischen Stelle das regional bedeutende Heiligtum des Poseidon, wo seit 2022 Grabungen in Kooperation mit der Antikenbehörde von Elis stattfinden. 2020 fand ein geophysikalischer Survey in Kontopigado bei Athen statt.

Das ÖAI Athen organisiert darüber hinaus die Genehmigungen für Projekte österreichischer Universitäten: Dazu zählen unter anderem das Ägina-Projekt der Universität Salzburg und die Ausgrabungen in Pheneos, die von der Universität Graz in Kooperation mit der Ephorie Korinthia 2011–2015 durchgeführt wurden. 2023-2025 fanden Ausgrabungen in Leonidio-Plaka, dem antiken Prasiai, durch die Universität Graz in Zusammenarbeit mit der Ephorie Arkadien statt.