
Bogner, Soziologe und Senior Scientist am Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, lehnt sich mit dieser 2024 durchgeführten Studie zum Thema Wissenschaftsskepsis eng an die Erkenntnisse aus der durch die österreichische Bundesregierung initiierten „Corona-Aufarbeitung“ an. Sie entstand in Kooperation zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien.
Zwei Teams arbeiteten daran, das Phänomen Wissenschaftsskepsis aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, und zwar sowohl mittels gezielter Interviews mit ausgewählten Akteur:innen als auch in Gruppendiskussionen und mithilfe einer repräsentativen Befragung. Fazit: Wissenschaftsskepsis ist ein vielschichtiges Problem. Es gibt keine einfachen Lösungen. Mit Blick auf aktuelle Umfragen wie das ÖAW-Wissenschaftsbarometer 2025 ist aber auch eine Dramatisierung des Problems nicht angebracht, betont er.
„Ein nüchterner Blick auf die Pandemie lehrt uns: Auch wenn Wissenschaft zweifellos zur besseren Bewältigung von Krisen beiträgt, ist sie dennoch nicht in der Lage, politische und gesellschaftliche Konflikte einfach aufzulösen. Eine vertrauensstiftende Wissenschaftskommunikation muss diese Grenzen anerkennen – und zugleich ihren Beitrag zur Verständigung leisten. Nicht als politischer Akteur, sondern als Vermittlerin von Möglichkeiten, die bewusst offenhält, was offenbleiben muss“, so Bogner.
Die Ergebnisse diese Forschung gibt es hier zum Nachlesen:
ITA-Dossier: "Wissenschaftsskepsis in Krisenzeiten"
Wie lässt sich konstruktiv mit verhärteten Wissenskonflikten umgehen? (ITA-manu:script 25-02)
Interview mit Alexander Bogner zum Thema „5 Jahre Corona“
