Margins at the Centre: Book Production and Practices of Annotation in the East Frankish Realm (ca. 830-900)

Das Projekt "Margins at the Centre" konzentriert sich auf die Karolingerzeit und untersucht, wie Latein und die Bibel im Ostfränkischen Reich von etwa 830 bis 900 n.Chr. studiert wurden. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den zahlreichen Anmerkungen unterschiedlicher Natur geschenkt, die von zeitgenössischen Lehrern und Lesern an den Rand und zwischen die Zeilen von ausgewählten Texten eingetragen wurden. Um die Eigenschaften des Lateinunterrichts im ostfränkischen Reich zu bestimmen, wird sich das Projekt den lateinischen und althochdeutschen Glossen widmen, mit denen Otfrid von Wissembourg und mindestens ein weiterer Gelehrter den Text von Priscians Institutiones Grammaticaeversahen. Diese sind in der Handschrift Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 50 Weißenburg enthalten.

Eine digitale Edition und eine Untersuchung der ca. 2.000 Annotationen wird fertiggestellt und zur Weiterverwendung verfügbar gemacht. Die Edition wird unser Wissen über die Rezeption von Priscians Grammatik im Karolingischen Europa bereichern sowie unsere Kenntnisse über die Methoden und Inhalte des Unterrichts von Latein als Fremdsprache im neunten Jahrhundert erweitern.

Kontakt

Cinzia Grifoni

Daniel Schopper

 

Projektlaufzeit

Januar 2021 – Dezember 2024