
Architekturgeschichte wird meist anhand prominenter Architekten, Kunstschulen, führender Bauherren sowie kunsthistorisch herausragender Projekte und Objekte erzählt. Dieser Ansatz bildet jedoch nur einen begrenzten Teil der Geschichte ab. Es lohnt sich, den Blick auf institutionelle Akteur:innen zu verlagern, die zwangsläufig an der Produktion öffentlicher Architektur beteiligt waren, und nach den Motivationen der Beteiligten (des Staates als Auftraggeber, seiner Behörden als ausführende Organe und der potentiellen Nutzer:innen bzw. Adressat:innen) zu fragen.
Eine Konferenz an der ÖAW geht den Spuren der "unsichtbaren" Gruppe von Akteur:innen nach, die dennoch entscheidend zur Entwicklung der Architektur der Moderne beigetragen haben. "Acting Institutions: Agents, Actors, And Autorities in Modern Architecture (between the 1890s and 1930s)" strebt keine Gegenerzählung zu jener der anerkannten Meister an, sondern beleuchtet das gesamte soziale Feld, das die eigentliche Grundlage für die Setzung von Prioritäten, Interessen und für die gesetzliche Agenda war. Die Konferenz (in Präsenz und via Zoom) wird gemeinsam vom Forschungsbereich Kunstgeschichte am Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW (IHB) und dem Institut für Kunstgeschichte der Tschechischen Akademie der Wissenschaften organisiert. Am Samstag, 12. November 2022, findet eine ganztägige Exkursion in Wien und nach Brünn statt (optional).
Anmeldung erbeten bis 4. November 2022 bei richard.kurdiovsky(at)oeaw.ac.at
Information
Termin:
10. bis 11. November 2022
12. November 2022: Exkursion in Wien und nach Brünn (optional)
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Hollandstraße 11-13, 1. Stock, Seminarraum
1020
und online via ZOOM
Kontakt:
Dr. Richard Kurdiovsky
T: +431 51581-3546
Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes der ÖAW