
Das ITA erstellte gemeinsam mit dem AIT halbjährlich einen Monitoring-Bericht für das Österreichische Parlament, um dieses bei einer vorausschauenden Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik zu unterstützen.
Die kontinuierliche Beobachtung und Analyse aktueller, internationaler, wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen im gesellschaftlichen Kontext ist die Grundlage, um zentrale Zukunftsthemen zu identifizieren. In so einem Monitoring-Verfahren werden wichtige wissenschaftlich-technische Treiber für Veränderungen sichtbar, die dem Parlament bei frühzeitiger Berücksichtigung erweiterte Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Die Ergebnisse dieses Monitorings unterstützen damit eine antizipierende Politik für Forschung, Technologie und Innovation (FTI).
Das ITA übermittelte mit seinem Partner AIT halbjährlich – einmal im Herbst, einmal im Frühjahr – schriftliche Informationen an das Parlament. Jeder Monitoring-Bericht enthielt zunächst einen allgemeinen Überblick über die Entwicklungen im vergangenen Halbjahr (einschließlich der wichtigsten Themen der internationalen und nationalen wissenschaftlichen und forschungspolitischen, aber auch gesellschaftlichen Debatte) sowie einen Überblick der die im Rahmen des Monitorings ausgewerteten Quellen. Im Anschluss wurden vier Themen vertieft dargestellt werden. Die Auswahl dieser Themen erfolgte nach Maßgabe von Aktualität und politischer Relevanz.
Die dargestellten Themen und Inhalte beschränkten sich nicht auf bestimmte Bereiche (etwa den Zuständigkeitsbereich einzelner Ausschüsse), sondern deckten das gesamte Spektrum der parlamentarischen Arbeit ab und waren somit potentiell für alle Ausschüsse und Abgeordnete relevant. Der Fokus der Berichte lag auf einer pointierten Ergebnispräsentation, die es den Abgeordneten ermöglicht, sich mit wenig Zeitaufwand einen Überblick über alle aktuellen Entwicklungen und Trends verschaffen zu können.
Die Monitoringberichte dienen den Abgeordneten aber auch als Grundlage, zu ausgesuchten Themen kurze vertiefende Studien zu beauftragen, welche ebenfalls einen Teil des Rahmenvertrags darstellten und auf Wunsch gesondert erstellt wurden.
as bislang über fünfeinhalb Jahre laufende halbjährliche Monitoring von Zukunftsthemen für das Österreichische Parlament kommt Ende 2022 zum vorläufigen Abschluss. Aus diesem Anlass werden alle 140 zwischen 2017 und 2022 erstellten und laufend aktualisierten Themen an dieser Stelle überblicksartig zusammengefasst. Gegliedert ist diese thematische Zusammenfassung entsprechend den acht Clustern der parlamentarischen Arbeit
Ein kontinuierliches Monitoring aktueller oder sich für die Zukunft abzeichnender internationaler wissenschaftlicher und technologischer Entwicklungen im gesellschaftlichen Kontext (sozio-technische Trends) ist die Grundlage, um zentrale Zukunftsthemen für die österreichische Politik zu identifizieren. In so einem Verfahren werden zudem wichtige wissenschaftlichtechnische Treiber für Veränderungen sichtbar (drivers of change), die dem Parlament bei frühzeitiger Berücksichtigung erweiterte Handlungsund Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Ein Monitoring ist damit zugleich die Grundlage für vertiefende Studien im Bereich Foresight und Technikfolgenabschätzung (TA). Somit wird es möglich, später aufkommende, spezifische und tagesaktuell drängende Fragen in breiteren Zukunftsthemen zu verorten und die jeweilige Relevanz schneller und vorausschauend zu beurteilen. Die Ergebnisse des Monitorings unterstützen damit nicht nur eine vorausschauende FTI-Politik, sondern dienen mit ihrer TA-Komponente auch der Maximierung positiver und zugleich Minimierung möglicher negativer Technikfolgen und sind damit auch für andere Politikfelder hochrelevant. Die potentiellen Anwendungsfelder von Zukunftstechnologien sind mit hohen Erwartungen und vielfältigen Versprechen verbunden. Während der Umsetzung zeigt sich aber oft, dass mit diesen Erwartungen und Versprechen auch Effekte einhergehen, die zunächst nicht augenscheinlich sind. Die Foresight-Komponente setzt auf die Gestaltbarkeit von Innovationen: Werden die Potentiale von Zukunftstechnologien frühzeitig in ihrer Bandbreite analysiert, eröffnen sich Gestaltungsspielräume für nachhaltige Innovationspfade.
Nentwich, M. (Speaker)
Nentwich, M. (Speaker)