„Der ‚Fortschritt‘ ist bloß eine moderne Idee, das heißt eine falsche“, notierte Friedrich Nietzsche. Ohne wissenschaftlich-technischen Fortschritt gibt es keinen Wohlstand. Zugleich läuft die menschliche Zivilisation durch den Fortschritt aber Gefahr, ihre eigenen Grundlagen zu zerstören. Der Begriff des Fortschritts wird heute zunehmend einer kritischen Revision unterzogen. Zur Debatte steht die lineare Fortschrittsidee, durch die sich Forschung und deren Förderung ungebrochen legitimieren. Doch wer definiert, was als Fortschritt gilt? Wie sehr beeinflusst der Zwang zum Neuen die wissenschaftlich-technische Forschung? Muss Fortschritt als moderner Leitbegriff neu gedacht werden, und wie können alternative Gestaltungsansätze die Zukunftsfähigkeit des Fortschritts erhöhen?
Beim 26. ernst mach forum zum Thema "Wer bestimmt, was Fortschritt ist? Neue Wege in eine zukunftsfähige Welt" diskutieren der Wissenschaftshistoriker Michael Hagner, der Wissenschaftsjournalist und Technikexperte Marcel Hänggi, die Philosophin und Biologin Nicole C. Karafyllis und die Volkswirtin und Systemanalytikerin Angelika Zahrnt. Martin Bernhofer vom ORF wird die Diskussionsrunde moderieren.
Termin:
28. Oktober 2015, 18:00 Uhr
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Theatersaal
Sonnenfelsgasse 19
1010 Wien
Kontakt:
Dr. Cornelia Hülmbauer
Tel: +43 1 51581-3310
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte - IKT der ÖAW
