
Es scheint paradox. Aus einer globalen Perspektive erscheint Zentraleuropa als ein Raum mit vergleichsweisekleinen kulturellen Differenzen. Dennoch – wegen oder trotz der Ähnlichkeiten aus einem gemeinsamen kulturellen Erbe kam und kommt es immer wieder zu ernsthaften Konflikten.
Die Jahrestagung des Literatur- und Kulturwissenschaftlichen Komitees der Österreichischen und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften widmet sich der Analyse dieses Paradoxons aus unterschiedlichsten Perspektiven. Die Kulturwissenschaften etwa nähern sich, indem sie allzu einfache Differenzbegriffe, wie etwa Fremd und Eigen, in Frage stellen. Die psychoanalytische Annäherung misst dem „Narzismus der kleinen Differenzen“ besondere Bedeutung zu.
Die vom ÖAW-Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte organisierte Tagung "Zentraleuropa und das Konfliktpotential der kleinen Differenzen" nimmt unterschiedliche Erklärungsversuche auf und setzt sie in Beziehung, um kultur- und sprachpolitische, aber auch ästhetische Thematisierungen von konfliktträchtigen Ähnlichkeiten zu analysieren.
Programm
Information
Termin:
3. bis 5. September 2015
Ort:
Collegium Hungaricum
Hollandstraße 4
1020 Wien
Kontakt:
Dr. Cornelila Hülmbauer
Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte - IKT
T +43 1 51581-3310