
Die Sonderausstellung GENchangers im Naturhistorischen Museum Wien entschlüsselt Geheimnisse frühmittelalterlicher Gräberfelder und eröffnet neue Perspektiven auf die Zeit der sogenannten Völkerwanderung. Im Mittelpunkt stehen die Fundorte Leobersdorf und Mödling. Genetische, archäologische, anthropologische und historische Forschungen machen familiäre Beziehungen und Gemeinschaften vor mehr als 1.200 Jahren sichtbar. Die Schau erzählt vom Alltag breiter Bevölkerungsschichten: von Ansiedlung, Zusammenleben und Bestattungen ebenso wie von Ernährung, Kindheit, Gesundheit und Mobilität.
Grundlage der Ausstellung sind Ergebnisse des seit 2020 laufenden Forschungsprojekts HistoGenes, eines der weltweit größten archäogenetischen Projekte zum frühen Mittelalter. Das an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften koordinierte und vom Europäischen Forschungsrat geförderte Projekt untersucht fächerübergreifend die Bevölkerungsgeschichte Ostmitteleuropas von etwa 400 bis 900 n. Chr. Korrespondierender Projektleiter ist Walter Pohl vom Institut für Mittelalterforschung der ÖAW.
Information
Termin:
14. Oktober 2026 - 26. Juli 2027
Ort:
Naturhistorisches Museum Wien, 2. Stock, Saal 21
Burgring 7
1010 Wien
Kontakt:
Ingrid Hartl
+43 1 515 81 7228 & 7245
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW