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Fürstliche Chronik mit Pfauenfeder

Die Kunsthistorikerin Stella Wisgrill stellt im Rahmen der Vortragsreihe Talking Maximilian Text- und Bildanalysen der vom Freiburger Juristen Jacob Mennel verfassten Fürstlichen Chronik (1518) vor, die auf die epistemischen und politischen Dimensionen des Sehens fokussieren.

Tuesday 28.04.2026 06:04 pm
Erster Pfauenspiegel der Pfalzgrafen, Marktgrafen, etc. In: Jakob Mennel, Fürstliche Chronik, 1518. Vol. 4, ÖNB Cod. 3075, Fol. 57v. Buchmalerei auf Papier. Österreichische Nationalbibliothek, Wien. Foto: ÖNB

Stella Wisgrill ist Kunsthistorikerin mit Schwerpunkt auf spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher visueller Kultur und höfischer Wissensproduktion. Sie ist Postdoc im Teilprojekt "Armouring Maximilian" am Kunsthistorischen Museum Wien. Auf Einladung des Instituts für Mittelalterforschung der ÖAW spricht sie in der Reihe "Talking Maximilian" zum Thema "Als in aym klaren Spiegel mit lautterm Schein. Sehen und politische Selbstverortung in Kaiser Maximilians Fürstlicher Chronik (1518)".

Der Vortrag untersucht die epistemischen und politischen Dimensionen des Sehens in der vom Freiburger Juristen Jacob Mennel verfassten Fürstlichen Chronik (1518). Am Beispiel der Spiegel- und Gefiederbilder des monumentalen Manuskripts wird gezeigt, wie Sehkraft und Reflexion als privilegierte Instrumente der Erkenntnis und politischer Selbstgestaltung inszeniert werden. Besonderes Augenmerk gilt dem Motiv der Pfauenfeder, das zur Bildstrategie avanciert, um Ansprüche auf eine wachsende Vielfalt "österreichischer" Besitzungen zu visualisieren.

Weitere Informationen

Information

 

Termin:
28. April 2026, 18:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 5. Stock, Raum 9
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback: 
Mag. Dr. Julia Anna Schön, MA
managing-maximilian(at)oeaw.ac.at
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW