21. February 2019 – 22. February 2019

Das globale Mittelalter als „historisches Laboratorium“

Acht Jahre lang ging „Visions of Community“ der Frage nach, wie die Universalreligionen Buddhismus, Christentum und Islam religiöse und politische Gemeinschaftsvorstellungen im Mittelalter beeinflusst haben. Die Abschlusskonferenz diskutiert Highlights und Herausforderungen der interdisziplinären, komparativen Forschungsarbeit.

Religiös motivierte Vorstellungen waren prägend für die Politik im Mittelalter. Diese zentrale Hypothese wurde in einer Art „historischem Laboratorium“ – dem auf acht Jahre ausgelegten Spezialforschungsbereich „Visions of Community“ von ÖAW und Universität Wien – an vielen Beispielen erprobt.  Zuerst aber mussten Methoden und Theorien des Vergleichens innerhalb des globalen Mittelalters weiterentwickelt werden, um schließlich die großen Entwicklungslinien, die zur Herausbildung von politischen und religiösen Gemeinschaftsvorstellungen – unter buddhistischer, christlicher und islamischer Prägung – geführt haben, zu erkennen.

„Visions of Community“ geht nun zwar zu Ende, die hier entwickelte Art der komparativen Forschung aber geht weiter. Die beteiligten ÖAW-Institute – für Mittelalterforschung, für Sozialanthropologie, für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens – sowie die Kooperationspartner der Universität Wien laden ein, bei der Abschlusskonferenz „Adventures in Comparison: the Global Middle Ages“ Highlights und Herausforderungen der institutionenübergreifenden, interdisziplinären Forschungsarbeit zu diskutieren. Die Konferenz richtet sich insbesondere an Jungwissenschaftler/innen und versteht sich als Anregung, den „global turn“ in der Mittelalterforschung in komparativen Forschungsteams voranzutreiben.

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