
Römerzeitliche Nekropolen aus jenen Provinzen, die an ‚barbarische‘ Gebiete angrenzen, stellen besondere Anforderungen an die archäologische Auswertung. Es gilt nämlich bei der Erforschung der Gräber in Regionen mit nachgewiesenen Kulturkontakten zwischen römisch-mediterran geprägten und ‚lokalen‘ Bewohner/innen zu klären, ob und mit Hilfe welcher archäologischen und naturwissenschaftlichen Methoden in Gräbern ortsansässige von ‚fremden‘ Personen isoliert werden können.
Diese Forschungsfragen greift nun ein Workshop am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW zum Thema „Gräber in Kontaktregionen. Aussagepotenzial und Methoden bei der Auswertung römerzeitlicher Nekropolen“ auf. Er nimmt insbesondere Gräber aus dem 1. bis zum 5. Jahrhundert in den Blick. Dabei werden Provinzgrenzen zum Barbaricum aber auch innerprovinzielle kultur- und naturräumliche Grenzen beachtet. Darüber hinaus soll diskutiert werden, welche Informationen historische Quellen in Bezug auf die Bestattungstraditionen römischer und nicht-römischer Kulturen bergen. Und schließlich wird auch das viel diskutierte Thema, wann eine ‚ethnische Interpretation‘ greifen könnte, im Zuge des Workshops behandelt.
Eingeschränkte Teilnehmerzahl. Anmeldung bei Lucia Clara Formato unbedingt erforderlich.
Für die Teilnahme an der Veranstaltung gilt die 2,5 G-Regel (geimpft, genesen, PCR-getestet) sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.
Informationen
Termin:
8. bis 9. November 2021
Ort:
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Österreichisches Archäologisches Institut
Hollandstraße 11–13, 1. Stock
1020 Wien
Kontakt:
Mag. Astrid Pircher
T: +43 1 51581-4060
Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW