Mo, 22.06.2020. 13:00

Die Märtyrer von Amorion

Der Byzantinist Yannis Stouraitis hat die Rezeption der Ermordung von 42 Geiseln nach der Eroberung von Amorion neu in den Blick genommen. Im Rahmen des FWF-Wittgenstein-Projekts „Moving Byzantium" stellt er seine Forschungen vor dem Hintergrund von Autoritäten und Ideologie bei einem virtuellen Meeting vor.

© Wikimedia/Public Domain
© Wikimedia/Public Domain

Amorion war in byzantinischer Zeit eine der bedeutenden Städte im Landesinneren Kleinasiens. Die Stadt verstand sich als Bollwerk gegen die die islamische Expansion, wurde aber im Jahr 838 endgültig erobert und zerstört. Viele Einwohner fanden dabei den Tod. 42 adlige Geiseln, die sich weigerten, in der Folge zum Islam zu konvertieren, wurden im Jahr 845 exekutiert.

Wie das Schicksal jener Ermordeten rezipiert wurde und wie sie in der christlichen Heiligenlehre schließlich zu den „42 Märtyrer von Amorion“ wurden, ist Gegenstand der aktuellen Forschung von Yannis Stouraitis, Byzantinist an der University of Edinburgh. Bei einem virtuellen Meeting stellt er seine Erkenntnisse in einem etwa 20-minütigem Impulsvortrag zum Thema „Authorial agencies, ideology and historicity in the story of the 42 Martyrs of Amorion“ vor. Im Anschluss daran lädt Claudia Rapp, Byzantinistin an der ÖAW- und an der Universität Wien, im Rahmen ihres FWF-Wittgenstein-Preis-Projekts „Moving Byzantium“ zur Diskussion ein.

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Informationen

 

Termin:
22. Juni 2020, 13:00 bis 14:00 Uhr
Vortrag auf Englisch via Zoom

Voranmeldung

Kontakt: 
Dr. Paraskevi Sykopetritou
Projektkoordinatorin „Moving Byzantium“
T: +43 676 451 8007
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW

 

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