Die Junge Akademie wird von einem Direktorium, bestehend aus drei bis fünf Mitgliedern, geleitet. Das Direktorium wird jährlich neu gewählt. Die Mitglieder des Direktoriums der Jungen Akademie sind gleichzeitig auch als Delegierte in der Gesamtsitzung der ÖAW mit Sitz und Stimme vertreten. Insgesamt wird die Junge Akademie in der Gesamtsitzung von 16 Delegierten repräsentiert.

 

MITGLIEDER DES DIREKTORIUMS

 

Anne Sophie Meincke

Fach: Philosophie
Universität Wien

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Ich bin Philosophin und arbeite an der Schnittstelle von Metaphysik, Philosophie des Geistes und des Handelns sowie Wissenschaftsphilosophie. Was sind die grundlegenden Strukturen der Wirklichkeit? Was ist der Geist? Was macht ein Wesen zu einem Akteur? Haben wir einen freien Willen? Diese Fragen lassen sich meines Erachtens nur unter Einbeziehung der empirischen Erkenntnisse der Wissenschaften beantworten. Gleichzeitig profitiert die Naturwissenschaft von einer Reflexion ihrer philosophischen Prämissen und Implikationen. Die Junge Akademie bietet eine ideale Plattform, um interdisziplinären Dialog zu fördern, wie er für innovative Forschung unerlässlich ist. Über verschiedene Medien pflege ich den Austausch mit einem breiteren, wissenschaftlich interessierten Publikum. Darüber hinaus setze ich mich für Gleichstellung, Inklusion und stabile Arbeitsbedingungen für NachwuchswissenschaftlerInnen ein.


 

Nina Mirnig

Fach: Indologie
Institut für Kultur- und Geistesgeschichte Asiens der ÖAW

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In meiner Forschung befasse ich mich mit der Kultur- und Religionsgeschichte Südasiens und der Himalaya-Region. Dabei versuche ich die Erschließung von teils noch unerforschten Sanskrit-Textquellen mit Fragestellungen und Methoden aus Geschichtswissenschaften, Archäologie und Anthropologie zu verbinden und herauszufinden, welche historischen und kulturellen Prozesse noch heute lokale Identitäten und die Wahrnehmung des Kulturerbes prägen. Interdisziplinarität spielt für mich eine große Rolle und genau diese schätze ich an der Jungen Akademie sehr. Außerdem teile ich ihr Engagement für Diversität und optimierte Arbeitsbedingungen, die für die Entwicklung eines dynamischen, innovativen und widerstandsfähigen Forschungsumfelds von zentraler Bedeutung sind.


Marcus Ossiander

Fach: Physik
Technische Universität Graz

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Zwischen Grundlagenforschung und Ingenieurswissenschaft entwickelt meine Forschungsgruppe neuartige Metaoptiken. Diese Optiken bestehen aus vielen Millionen Nanostrukturen, die als Gesamtheit Licht formen oder beispielsweise fokussieren. Unsere Spezialität sind Metaoptiken für extrem-ultraviolettes Licht, mit denen sich Mikroskope mit hoher kombinierter Orts- und Zeitauflösung realisieren lassen. Damit wollen wir untersuchen, wie sich Festkörper in den ersten Femtosekunden nach der Lichtabsorption verhalten. In der Jungen Akademie der ÖAW genieße ich es, die Forschungsfragen, Arbeitsweisen und Karrierewege unterschiedlicher Bereiche kennenzulernen. Mit diesen neuen Perspektiven freue ich mich auf den Dialog mit Forschungsfördernden, Politik und der Öffentlichkeit, um die Möglichkeit wissensbasierter Entscheidungen und technologischer Problemlösungen zu erhalten und ihre Wichtigkeit zu unterstreichen.


Alexandra Rodler

Fach: Geologie
Österreichisches Archäologisches Institut der ÖAW

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Meine Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Geologie und Archäologie, fußt auf Feld- und Laborarbeit und setzt Massenspektrometrie für Isotopenanalysen ein. Die Verschränkung dieser Disziplinen inkludiert verschiedene methodische und analytische Ansätze und befasst sich vor allem mit der Organisation von Handel, Produktion und der Verwendung von (Rohstoffen für) Farben. Neben Herkunft, Verarbeitung und Verwendung spielen dabei auch die Auswirkungen der Ressourcenverwendung und -verarbeitung auf Mensch und Umwelt eine Rolle. An der Mitarbeit in der Jungen Akademie schätze ich die wissenschaftspolitischen Diskussionen und den vielfältigen Austausch zwischen Forschungsdisziplinen innerhalb der Jungen Akademie sowie darüber hinaus.


Birgitta Schultze-Bernhardt

Fach: Physik
Technische Universität Graz

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Meine Forschung befasst sich mit experimenteller Laserspektroskopie, bei der ich die Licht-Materie-Wechselwirkung nutze, um optische Eigenschaften und physikalische Prozesse in unterschiedlichsten Proben genauer zu charakterisieren. Dazu benutzen wir in meiner Arbeitsgruppe ultrakurze Laserpulse für unterschiedliche Spektroskopiemethoden, die hohe spektrale und hohe zeitliche Auflösungen erlauben. Unseren Forschungsfokus konnten wir jüngst von der Grundlagenforschung auf interdisziplinäre Anwendungen erweitern. Daher reizt mich innerhalb der Jungen Akademie besonders der anregende Austausch zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen – österreichweit. Durch meinen Forschungsstandort Graz ist es mir außerdem ein Anliegen, die Aktivitäten der ÖAW und der Jungen Akademie über die Grenzen Wiens hinaus sichtbarer zu machen.


Junge Akademie im Web:

Junge Akademie auf Bluesky

Junge Akademie Blog (DERStandard.AT)


Kontakt:

Österreichische Akademie der Wissenschaften
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien

Mag. Christina Bierbaumer, MA
T +43 1 51581-1294
junge.akademie(at)oeaw.ac.at