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Nachlese

Das war die Lange Nacht der Forschung 2026 am IWF Graz

Mit rund 1.800 Besucher:innen stellten die beiden Grazer ÖAW-Standorte in der Schmiedlstraße und am Lustbühel am 24. April 2026 einen neuen Rekord auf.

30.04.2026
Am 24. April 2026 lockte die Lange Nacht der Forschung eine neue Rekordzahl an Besucher:innen ans Grazer Weltrauminstitut - zum Mitmachen, Staunen und Entdecken. © IWF/ÖAW

Alle machten mit, staunten und entdeckten

1.488 Besucher:innen stürmten das IWF am Standort Schmiedlstraße, wo 13 Stationen von 17 bis 23 Uhr zum Mitmachen, Staunen und Entdecken einluden. Noch vor 18 Uhr hatten wir den 500. Gast begrüßt, zur Halbzeit waren es dann schon 1000.

Aufgrund des begrenzten Platzangebots am Observatorium Lustbühel, musste man sich für die Indoorführungen vorab anmelden. Die 240 Plätze waren rasch ausgebucht. Trotzdem hatten 303 Besucher:innen die Gelegenheit, sich vom SLR-Team des IWF und den Astrophysiker:innen der Universität Graz durch die gemeinsam genutzten Einrichtungen führen zu lassen.

Vom Sonnensystem zu den Exoplaneten

Das Vortragsprogramm informierte über Weltraumforschung "made in Graz", diesmal mit dem Schwerpunkt auf Plasmaphysik. Bei einer virtuellen Reise durch unser Sonnensystem und darüber hinaus begleiteten die Besucher:innen BepiColombo zum sonnennächsten Planeten Merkur, machten sich gemeinsam mit JUICE auf den Weg ins Jupitersystem, umkreisten mit den vier Cluster-Satelliten unsere Erde und entdeckten die Vielfalt der Exoplaneten. Wie deren Umlaufzeit mit Hilfe der Transitmethode errechnet wird, konnte im Anschluss mit dem Funktionsmodell des CHEOPS-Satelliten eigenhändig gemessen werden.

Vorbei am IWF-Planetengarten, der die Dimensionen unseres Sonnensystems veranschaulichte, gelangte man zu den Teleskopen des Steirischen Astronomen Vereins (StAV), durch die zuerst Sonnenflecken und später Jupiter mit seinen Monden beobachtet werden konnten. 

Dass Raketenbau auch in Graz möglich ist, stellte das Aerospace Team Graz (ASTG) unter Beweis, das unter anderem das Projekt APEX präsentierte, mit dem in Kooperation mit dem IWF Polarlichter erforscht werden sollen. Wie diese entstehen, erfuhr man in der "Dunkelkammer", wo die Besucher:innen auch einen künstlich erzeugten Regenbogen bestaunen konnten.

10, 9, 8, ... Lift-Off

Heiß her ging es am "Weltraumbahnhof" des IWF, der umgerechnet 1,4 Papierraketen pro Minute beinahe bis zum Mond brachte. Während an den Basteltischen eifrig geschnitten und geklebt wurde, brachte man gleich nebenan unermüdlich selbstgemachte Kometen zum Ausgasen. Mehr über Kometensonde Rosetta und die Oberflächen unterschiedlicher Himmelskörper erfuhr man im Astrolabor.

Während der Wartezeit für eine ferngesteuerte Fahrt über den Roten Planeten und den anschließenden Erwerb eines Mars-Rover-Führerscheins, konnte man Planeten angeln, sich ein Weg durch das magnetische Labyrinth bahnen oder mit der Gauß-Kanone Zielschießen üben.

Im Vakuumlabor erfuhren die Besucher:innen, was beim Bau weltraumtauglicher Messinstrumente zu beachten ist und wie man Marshmallows zum Wachsen bringen kann.

Mit etwas handwerklichem Geschick konnte man sich als Weltraumtechniker:in versuchen und elektronische Bauteile auf eine Platine löten und so die Augen eines Alien-Gesicht zum Leuchten bringen.

Neuer Rekord am IWF Graz

192.000 Interessierte konnten sich an über 300 Standorten und mehrls als 3.000 Stationen über Österreichs vielfältiges Forschungsangebot informieren. In der Steiermark zählte man 31.000 Besucher:innen. Das IWF konnte die Zahlen der Vorjahre noch toppen. Knapp 1.800 Besucher:innen - darunter auch Landesrat Willibald Ehrenhöfer - sind der beste Beweis für die Faszination, die der Weltraum ausübt.

"Ich bedanke mich bei allen, die Grundlagenforschung erlebbar und greifbar gemacht haben", so Helling.

"Ein derart großer Ansturm kann nur durch ein hoch motiviertes und engagiertes Team bewältigt werden. Unterstützt wurde die IWF-Mannschaft auch dieses Jahr vom Mehrstufenkurs Astronomie des BRG Kepler und Studierenden von TU und Universität Graz. "Ich freue mich, dass diese Lange Nacht der (Weltraum-)Forschung so erfolgreich über die Bühne gegangen ist", betont IWF-Direktorin Christiane Helling, "und bedanke mich bei allen, die Grundlagenforschung erlebbar und greifbar gemacht haben."