
Eine globale BürgerInnenbefragung an der sich tausende Menschen beteiligten ergab neue Einschätzungen zu wichtigen klimapolitischen Fragen
An einem einzigen Tag diskutierten mehr als 4000 Menschen aus 38 Ländern auf der ganzen Welt zum Thema Klimawandel. Das Projekt World Wide Views on Global Warming bot BürgerInnen die Möglichkeit, Empfehlungen für den Klima Gipfel in Kopenhagen abzugeben. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden in einer global abrufbaren Datenbank gesammelt und dienen u.a. als wertvolle Indikatoren über den Wissensstand zum Thema je nach Region.
Wenn es um zukünftige Zielsetzungen und politische Entscheidungen in Bezug auf den Klimawandel geht, sollen auch die Betroffenen, die BürgerInnen, zu Wort kommen. Das Projekt, koordiniert von Dänemark, fand am 26. September 2009 jeweils zur selben Uhrzeit in jedem Land statt, d.h. Teilnehmer in den USA konnten zu Beginn Ihrer Diskussionen bereits die Meinungen aus Australien über das weltweite Beteiligungsverfahren abfragen.
Die jeweils 100 TeilnehmerInnen pro Land, ausgewählt von qualifizierten Instituten, mussten an Klimapolitik interessiert sein und durften keine berufliche Verbindung zu den Feldern Politik und Technik aufweisen. Sie erhielten zunächst ein offizielles Info-Paket zum Thema und diskutierten anschließend zu verschiedenen per Video präsentierten Themengebieten. Am Ende jeder Diskussion wurden die Empfehlungen der Gruppe gesammelt.
Das ITA hat zur Methodenentwicklung beigetragen und die österreichische WWViews Veranstaltung durchgeführt. Die Empfehlungen ergingen an den Delegationsleiter des Umweltministeriums. In Kopenhagen wurde WWViews von einem unabhängigen Repräsentanten vorgestellt.
A large body of scientific literature on public participation research evaluates specific methods, describes outcomes and impacts of a process or deals with participants’ and officials’ expectations. Yet, there is surprisingly little work on a key part of most participatory processes that deal with complex issues: the information passed to participants. Topics like Global Warming cannot be grasped easily. Even if global warming is happening very quickly on a geological time scale, for human beings it is not easily perceivable. Such a discrepancy between everyday experiences and scientific knowledge can influence one’s opinion tremendously. Therefore, providing sound information and respecting the power of information is essential for meaningful outcomes of participatory processes. In this paper we examine different communication and information pathways within participatory processes. As the main object of interest, we analyzed ‘World Wide Views on Global Warming’. In this distinct process of information and deliberation, citizens formulated recommendations for the decision makers of the 2009 UN climate summit in Copenhagen and voted on different aspects of how to deal with global warming. Results from this process connected to insights from a literature review, contribute to a refined picture of the role information plays within participatory processes and social learning.
Gudowsky-Blatakes, N. (Speaker), Bechtold, U. (Speaker) & Wilfing, H. (Contributor)
Bechtold, U. (Speaker), Ornetzeder, M. (Speaker) & Sotoudeh, M. (Speaker)