Schweden, Belgien und Österreich initiieren ein Lernnetzwerk zur Bewertung und Verbreitung von lokalen Initiativen für eine nachhaltige Energieversorgung

Stadtteile und Nachbarschaften mit positiver Energiebilanz – sogenannte Plusenergiequartiere oder auch Positive Energy Districts (PED) – gelten als ein vielversprechendes Konzept für die Umsetzung der Energiewende auf lokaler Ebene. In diesem Projekt werden fünf europäische Beispiele untersucht und es werden Vorschläge für die weitere Entwicklung von Plusenergiequartiere erstellt.

Die Umsetzung von PEDs stellt eine besondere Herausforderung dar, da sie grundlegende Veränderungen in der Art und Weise erfordern, wie Städte langfristig geplant, gestaltet und erhalten werden. Ziel des Projekts TRANS-PED ist die Entwicklung eines neuen Governance-Ansatzes, der von zukünftigen PED-Akteuren übernommen und weiterentwickelt werden kann.

Lernnetzwerk verbindet vorhandene Erfahrungen

Dieser Ansatz beruht auf den Erfahrungen von lokalen Akteuren ebenso wie auf dem bereits vorhandenen wissenschaftlichen Wissen und soll dazu beitragen, tiefgreifende Systemveränderungen in der Praxis umzusetzen. Im Rahmen des zweijährigen Pilotprojekts wird ein Lernnetzwerk von PED-Akteuren in Schweden, Belgien und Österreich aufgebaut und ein gemeinsames Set von Instrumenten und Ansätzen erstellt. Die Projektpartner werden sich an einer Reihe von Online- und Präsenzaktivitäten beteiligen, um gemeinsam verschiedene Methoden für die Einbettung, Bewertung und Skalierung von Energieinnovationen zu entwickeln. Die aus dem Projekt resultierenden Ergebnisse sollen zur Bildung einer internationalen Gemeinschaft von PED-Akteuren beitragen, die als Grundlage für die Entwicklung und Verbreitung europäischer PEDs in den kommenden Jahrzehnten dienen soll.

Das Projektkonsortium umfasst elf Forschungseinrichtungen und Praxispartner aus Schweden, Österreich und Belgien. Geleitet wird das vom Programm Urban Europe geförderte Projekt von der Universität Stockholm. Das Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist für die Erforschung der möglichen Folgen und Risiken von Plusenergiequartieren verantwortlich und koordiniert die nationalen Projektpartner. Die weiteren Partner in Österreich sind die FH Technikum Wien, das StadtLABOR Graz, Kleboth und Dollnig ZT GmbH und Urban Future UFGC GmbH.

Laufzeit

04/2021 – 03/2023

Projektteam

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Projekthomepage: trans-ped.eu

Finanzierung

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