Die UNESCO nimmt als Sonderorganisation der Vereinten Nationen eine zentrale Rolle in der Förderung von Wissenschaft, Bildung, Kultur und Kommunikation ein. Im Bereich der Wissenschaft liegt der Fokus insbesondere auf der Stärkung internationaler Zusammenarbeit, dem Austausch von Wissen und der Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Durch ihre wissenschaftlichen Programme schafft die UNESCO Plattformen, in denen Forschungsergebnisse gebündelt, Standards erarbeitet und der Dialog zwischen Staaten und Fachgemeinschaften gefördert werden.
Zu diesen Programmen zählt das „International Geoscience and Geoparks Programme“ (IGGP) und das „International Hydrological Programme“ (IHP). Das IGGP unterstützt die internationale Zusammenarbeit in den Geowissenschaften und fördert Forschungsprojekte zur nachhaltigen Nutzung von Erdressourcen, globalem Wandel und der Evolution des Lebens, Georisiken, Hydrogeologie sowie Geodynamik im Kontext eines verantwortungsvollen Umweltmanagements. Das IHP widmet sich der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wasserressourcen und verbindet wissenschaftliche Grundlagenforschung, Kapazitätsaufbau und Politikberatung, um globale wasserbezogene Herausforderungen zu adressieren.
In Österreich werden beide Programme vom UNESCO-Nationalkomitee Geo/Hydro-Sciences koordiniert, das autonom an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) angesiedelt ist und ein Teil des Earth System Sciences Programms ist. Es fungiert als Schnittstelle zwischen den internationalen Aktivitäten der UNESCO und der nationalen Wissenschaftsgemeinschaft und trägt so dazu bei, globale Forschungsinitiativen in Österreich zu stärken.
Zur Ausschreibung kommen Fördermittel für Projekte, welche zur Umsetzung der Ziele mindestens eines dieser beiden Programme auf nationaler Ebene beitragen. Der Beitrag zu den Programmen muss im Antrag dargelegt werden.
Die Ausschreibung wendet sich an einzelne, oder Teams von bis zu drei Nachwuchswissenschaftler:innen. Der korrespondierende PI muss an einer österreichischen Forschungsstätte affiliiert sein. Antragsberechtigt sind Personen bis zu fünf Jahre nach dem abgeschlossenen Doktorat (gerechnet vom Tag des Rigorosums, Stichtag Deadline des Calls). Dabei können Karenzzeiten oder Auszeiten bis zu insgesamt max. 36 Monaten durch Krankheit, Pflege etc. für die Berechnung geltend gemacht werden. Diese Auszeiten sind im Zuge der Antragsstellung nachweispflichtig.
Außerdem antragsberechtigt sind Personen, welche sich in einem Doktoratsstudium in einer österreichischen Forschungsstätte befinden und deren Dissertation nachweislich eingereicht wurde.
Das Budget kann zwischen min. EUR 20.000 und max. EUR 50.000 bemessen sein, wobei ab EUR 25.000 der Antrag einer internationalen Begutachtung unterzogen wird.
Insgesamt stehen bis zu EUR 300.000 zur Verfügung und die folgenden Arten direkter Kosten sind förderbar:
Es werden keine Großgeräte finanziert und keine Overheads bezahlt.
Die Anträge sind bis längstens 31. März 2026 an folgende E-Mailadresse zu richten: ess-calls(at)oeaw.ac.at.
Die Antragstellung erfolgt in englischer Sprache durch Übermittlung folgender Dokumente:
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Start der Ausschreibung: 01. Dezember 2025
Die Antragsteller:innen nehmen mit ihrer Beteiligung an der Ausschreibung zur Kenntnis, dass die damit verbundenen Daten und Unterlagen an die Jury und ggf. an Gutachter:innen weitergeleitet werden. Zweck der Weiterleitung ist die Bewertung des Antrags und die Entscheidungsfindung zur Vergabe der Förderung (siehe auch Datenschutzinformation der ÖAW).
Die ÖAW ist den Richtlinien guter wissenschaftlicher Praxis der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (ÖAWI) verpflichtet. Alle Anträge werden unter Verwendung der Software Similarity (Turnitin) auf Plagiate überprüft. Verstöße gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis haben den sofortigen Ausschluss des Antrages zur Folge.
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Abteilung Forschungsförderung – Nationale und Internationale Programme
Dr. Jörg Böckelmann
E-Mail: ess-calls(at)oeaw.ac.at
Tel.: +43-1-515-81-2772
Internationale Programme
Dr. Ignaz Seipel-Platz 2
1010 Wien
Dr. Jörg Böckelmann
T +43 1 51581-2772
joerg.boeckelmann(at)oeaw.ac.at