
Nach dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher haben die Menschen den Alpenraum erobert. Heute sind die Reste der einstigen Eisriesen an den Gipfeln unserer Berge stark im Rückgang. Was bedeutet das für das Leben im Alpenraum? Auch wenn vorangegangene Generationen evenfalls Naturgefahren und Klimaänderungen ausgesetzt waren, stehen Hochgebirgsräume heute vor außergewöhnlichen Herausforderungen, die vor allem dem rasanten Klimawandel und intensiver Nutzung geschuldet sind.
Die Glaziologin Andrea Fischer vom Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der ÖAW nimmt bei einem Vortrag in der Reihe „Akademie in den Bundesländern“ diese Regionen in den Blick. Dass das Hochgebirge kein statischer Lebensraum ist, zeigt sie anhand historischer Aufzeichnungen und aktueller Messwerte. Für den Vortrag „Gletscher, Klima und Menschen im Hochgebirge“ hat sie sogar in Sagen, wie etwa jenen von der übergossenen Alm, dem Loferer Fräulein oder dem Venedigermandl Hinweise auf das Leben vergangener Zeiten aufgespürt – und Ansatzpunkte für eine zukünftige nachhaltige Entwicklung gefunden.
Information
Termin:
19. September 2020, 18:00 Uhr
Ort:
Theater in Lofer
Lofer 122
5090 Lofer
Kontakt:
Mag. Angela Balder
T: +43 1 51581-1290
Aktuariat: Administration Gelehrtengesellschaft
Konzeption:
o.Univ.Prof. em Dr. Friedrich G. Barth, ÖAW