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AuszeichnungenQuantenphysik

Feltrinelli-Preis an Quantenphysiker Hannes Pichler

Hannes Pichler, Quantenphysiker an ÖAW und Universität Innsbruck, wurde mit dem renommierten Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung der italienischen Akademie der Wissenschaften gilt als "Nobelpreis Italiens".

15.06.2026
Hannes Pichler und Italiens Präsident Sergio Mattarella schütteln sich bei der Preisverleihung die Hände
Hannes Pichler (re.) mit Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella bei der Preisverleihung.
© Accademia Nazionale dei Lincei

Die Accademia dei Lincei, Italiens nationale Akademie der Wissenschaften, verlieh am 12. Juni 2026 den bedeutenden und mit 50.000 Euro dotierten Antonio-Feltrinelli-Preis in Physik an Hannes Pichler, Professor für Theoretische Physik an der Universität Innsbruck und Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Innsbruck der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Der gebürtige Südtiroler wurde für seine bahnbrechenden Beiträge zur theoretischen Physik an der Schnittstelle von Quantenoptik, Quanteninformation und Vielteilchenphysik geehrt. Für die Innsbrucker Quantenphysik ist es die zweite Auszeichnung dieser Art: 2017 wurde Francesca Ferlaino mit dem Antonio-Feltrinelli-Giovani-Preis in Physik ausgezeichnet.

Pichlers Forschungsgebiet umfasst Quantenoptik, Quanteninformationsverarbeitung und Quantenvielteilchenphysik. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, erhielt 2022 beispielsweise einen ERC Starting Grant, 2023 den Hans-und-Walter-Thirring-Preis und den New Horizons in Physics Prize der Breakthrough Prize Foundation, 2024 folgten der Forschungspreis der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Ignaz L. Lieben-Preis der ÖAW.

Der „italienische Nobelpreis“

Der Antonio-Feltrinelli-Preis geht auf das Vermächtnis des Mailänder Unternehmers und Finanziers Antonio Feltrinelli (1887–1942) zurück, der sein persönliches Vermögen der Förderung von Wissenschaft und Kunst widmen wollte. In seinem Testament von 1936 verfügte er die Einrichtung eines Fonds, der – nach dem Vorbild der Nobelstiftung – Menschen auszeichnen sollte, die sich durch herausragende Leistungen in Künsten und Wissenschaften verdient gemacht haben. Der Fonds wird von der Accademia Nazionale dei Lincei verwaltet, der ältesten wissenschaftlichen Akademie Italiens. Sie vergibt auf dieser Grundlage nationale und internationale Preise an Persönlichkeiten, die auf ihrem Gebiet Außerordentliches geleistet haben.