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For Women in ScienceForschungsförderung

Brillanter Nachwuchs: Vier Forscherinnen mit L’Oréal-Förderpreisen in der ÖAW ausgezeichnet

Noreen Mukhwana Mutoro, Marina Schapfl, Laura Manuela Torres Borda und Yi-Chien Tsai erhielten die jeweils mit 25.000 Euro dotierten Preise aus dem Förderprogramm "For Women in Science".

07.10.2026
Die Preisträgerinnen, v.l.n.r. Noreen Mukhwana Mutoro, Yi-Chien Tsai, Laura Manuela Torres Borda und Marina Schapfl.
© L'Oréal

An der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) standen am Abend des 6. Oktober vier herausragende Nachwuchswissenschafterinnen im Mittelpunkt: Noreen Mukhwana Mutoro, Marina Schapfl, Laura Manuela Torres Borda und Yi-Chien Tsai. Die jungen Forscherinnen wurden mit den diesjährigen L’Oréal UNESCO „For Women in Science“-Förderpreisen ausgezeichnet. Sie konnten nicht nur mit ihren herausragenden Forschungsarbeiten überzeugen, sondern auch mit ihrer Vorbildwirkung als Role Models für die kommende Generation. Dafür wurden ihnen vor über 200 hochrangigen Gästen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft die jeweils mit 25.000 Euro dotierten Förderpreise überreicht. 

"Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerinnen! Mit ihren Arbeiten, von der Erforschung der Biodiversität bis zu neuen Ansätzen in der Immunologie und Diagnostik, liefern sie wichtige Antworten auf die großen gesundheitlichen und ökologischen Fragen unserer Zeit. Sie zeigen, wie viel Wissen, Innovation und Fortschritt wir gewinnen, wenn Frauen in der Wissenschaft die gleichen Chancen bekommen. Deshalb ist klar: Es reicht nicht, einzelne Frauen auszuzeichnen. Wir müssen die Strukturen verändern. Wir werden die Rahmenbedingungen für Frauen in der Forschung weiter verbessern und dafür sorgen, dass Frauen auf ihrem wissenschaftlichen Weg nicht länger an gläsernen Decken und strukturellen Barrieren scheitern", betonte Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.

„Die heurigen Preise machen sichtbar, welches große Potenzial in der jungen Wissenschaftslandschaft Österreichs steckt. Besonders beeindruckt hat mich, wie engagiert und innovativ die ausgezeichneten Forscherinnen ihre Fragestellungen bearbeiten", gratulierte auch ÖAW-Vizepräsidentin Ulrike Diebold den Preisträgerinnen. "Mit ihrem Erfolg setzen sie ein Zeichen und können viele Mädchen und junge Frauen darin bestärken, eine Zukunft in der Forschung für sich zu sehen", so die Wissenschaftlerin weiter. 

Vielfalt der Forschung

Die Breite der von den vier Preisträgerinnen behandelten Forschungsthemen ist groß. Während Noreen Mukhwana Mutoro an der Universität Salzburg einen digitalen Haaratlas für ostafrikanische Säugetiere zur präzisen Artbestimmung entwickelt, forscht Marina Schapfl an der Medizinischen Universität Innsbruck an Mechanismen des Lipidstoffwechsels, um zu verstehen, wie sich Immunzellen vor oxidativem Stress und Zelltod schützen. Laura Manuela Torres Borda untersucht wiederum an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, ob Veränderungen im Sozialverhalten von Pferden als Frühindikatoren für gesundheitliche Probleme dienen können. Yi-Chien Tsai hat indes an der Johannes Kepler Universität Linz einen minimalinvasiven Ansatz zur Erkennung des seltenen kutanen T-Zell-Lymphoms (Hautkrebs) entwickelt.

Der mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis ist nicht zweckgebunden, er ermöglicht es den Preisträgerinnen, Forschungsprojekte umzusetzen, internationale Kooperationen auszubauen und entscheidende Schritte in ihrer Karriere zu setzen.

 

Auf einen Blick

"For Woman in Science" ist eine weltweite Partnerschaft von L'ORÉAL und UNESCO, die 1998 ins Leben gerufen wurde. In Österreich wird das Förderprogramm in Kooperation von L'ORÉAL Österreich, Österreichischer UNESCO-Kommission und Österreichischer Akademie der Wissenschaften mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums durchgeführt. Mit den Stipendien, die mit jeweils 25.000 Euro dotiert sind, werden herausragende wissenschaftliche Leistungen von Forscherinnen und das Engagement für die Gleichstellung von Frauen in der Forschung gefördert.