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„Memento mori“ im digitalen Gewand

Eine webbasierte Edition erschließt Texte barocker Todeskultur und bietet eine empirische Basis zu deren interdisziplinärer Erforschung.

29.05.2015

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erschütterten Pest und Krieg Wien. Der Tod war ständig präsent – und ebenso die Auseinandersetzung mit ihm in Form der Memento mori- und Totentanzliteratur. In Wien hinterließ der wortgewaltige Barockprediger Abraham a Sancta Clara (1644-1709) auch zahlreiche gedruckte Texte dieses Genres. Claudia Resch vom Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH) der ÖAW hat mit einem interdisziplinären Team nun die ihm zugeordneten und weitere auf den Tod bezogene  Texte in einer thematischen Sammlung erstmals digital editiert. Seit Mai 2015 stehen die Texte im  Austrian Baroque Corpus „ABaC:us“ online kostenfrei und in hochwertiger Qualität zur Verfügung.
 
Die barocken Originaldrucke wurden am ACDH-ÖAW sowie am ÖAW-Institut für Corpuslinguistik und Texttechnologie mit Unterstützung der Stadt Wien und der Österreichischen Nationalbank (Projekt „Texttechnologische Methoden österreichischer Barockliteratur“, Nr. 14738) annotiert und digital aufbereitet. Die webbasierte Edition erschließt die Texte der barocken Todeskultur und bietet eine empirische Basis zu deren interdisziplinärer Erforschung und Interpretation. Darüber hinaus steht sie interessierten Laien zur Verfügung. ABaC:us sowie weiterführende Informationen zu Annotation, Abfragesyntax und Zitierbarkeit sind abrufbar unter https://acdh.oeaw.ac.at/abacus .

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