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Maximilian und die Jungfrau Maria

Am Burgunder Hof Maximilians spielte die Jungfrau Maria insofern eine über das Religiöse hinausgehende Rolle, als für sie und Herzogin Maria ein gemeinsamer Assoziationsraum inszeniert wurde. Raphaela Beroun beleuchtet diese Allianz aus Frömmigkeit und Macht aus der Perspektive der Musikwissenschaft in einem Vortrag der Reihe "Talking Maximilian" des Spezialforschungsbereichs Managing Maximilian.

Thursday 30.01.2025 06:01 pm
Initiale der Motette Sub tuum praesidium von Benedictus de Opitiis © KU Leuven, Libraries Special Collections

Der Lobpreis Mariens scheint - bis hinauf in höchste Herrscherkreise - ein selbstverständlicher Bestandteil der spätmittelalterlichen Frömmigkeit zu sein; so auch bei Maximilian I. (1459–1519). Diese Marienfrömmigkeit tritt auch unabhängig von der Liturgie auf politischer, religiöser, textlicher, bildlicher oder musikalischer Ebene zutage.

Auf Einladung des Spezialforschungsbereichs Managing Maximilian am Institut für Mittelalterforschung der ÖAW beleuchtet die Musikwissenschaftlerin Raphaela Beroun bei einem "Talking-Maximilian"-Vortrag dieses vielschichtige Phänomen um 1500. Unter dem Titel "Maximilian und die Jungfrau Maria. Eine klangvolle Allianz von Macht und Frömmigkeit in Burgund" analysiert sie den Kontext der Marienverehrung am Hof Maximilians in Burgund und fragt nach der individuellen Bedeutung für Maximilian, dessen erste Frau ebenfalls den Namen Maria trug. Für die Musikwissenschaft bringt dieser Blick auf den bewusst inszenierten Assoziationsraum zwischen der Jungfrau Maria, die auch eine der Landesheiligen Burgunds ist, und der Herzogin Maria ein neues Verständnis des Lebens am Burgunder Hof Maximilians.

Weitere Informationen

Information

 

Termin:
30. Jänner 2025, 18:00 Uhr

Ort: 
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Postsparkasse, 5. Stock, Raum 5B.1
Georg-Coch-Platz 2
1010 Wien

Kontakt für Fragen, Anregungen, Feedback:
managing-maximilian(at)oeaw.ac.at
Dr. Sonja Dünnebeil M.A.
T: +43 1 51581-7233
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW