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König & Kirche, Kalif & Moschee

Wolfram Drews von der Universität Münster vergleicht, wie politische Macht im Mittelalter von religiösen Strukturen profitiert hat.

04.12.2015
Parable of the Ship of Faith. Bild: British LibraryWikimedia/Public Domain

Politische Macht und gesellschaftlicher Konsens werden oft mit Hilfe der Ressourcen religiöser Traditionen verwirklicht. Was aber sind die Voraussetzungen und Bedingungen, dass religiöse Ordnungszusammenhänge instrumentalisiert werden, um politische Strukturen zu untermauern?

Wolfram Drews von der Universität Münster stellt zur Klärung solcher Fragen einen historischen Vergleich an. Der Fachmann auf dem Gebiet der Historischen Komparatistik wird in seinem Vortrag zum Thema „Monarchische Herrschaft & religiöse Vergemeinschaftung. Überlegungen zu einer vergleichenden Geschichte mittelalterlicher Institutionen" anhand zweier Beispiele – dem Dortmunder Totenbund unter Heinrich II und der Futuwwa-Bünde unter Kalif al-Nasir – zeigen, wie Untertanen und Amtsträger auf Initiative mittelalterlicher Herrscher im christlichen bzw. islamischen Kontext zu besonderen Gemeinschaften zusammengeschlossen wurden. Wolfram Drews spricht auf Einladung des ÖAW-Instituts für Mittelalterforschung im Rahmen des Spezialforschungsbereichs VISCOM and des Forschungsschwerpunkts Gemeinschaftskonzepte, Identitäten und politische Integration (Universität Wien).

Weitere Informationen

 

Termin:
4. Dezember 2015, 16:30 Uhr

Ort:
Institut für Mittelalterforschung, Seminarraum
Wohllebengasse 12-14
1040 Wien

Kontakt:
Dr. Rutger Kramer
Tel: +43 1 51581-7206 
Institut für Mittelalterforschung der ÖAW - IMAFO